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Die akute Prostatitis ist eine bakterielle Infektion der Prostata mit Fieber und perinealen Schmerzen.
Die akute Prostatitis entsteht meist durch eine bakterielle Infektion nach Aszension aus dem Harntrakt, siehe Kapitel Harnwegsinfektion. Spezielle Risikofaktoren: intraprostatischer Duktreflux, Phimose, Analverkehr, Harnwegsinfekte (akute Akute Zystitis, Epididymitis), Harnblasenkatheter, Prostatastanzbiopsie oder transurethrale Resektionen (v. a. bei infiziertem Urin).
vergrößerte Prostata, Hyperämie und Ödem. Abszesse.
Infiltration durch neutrophile Granulozyten in azinäre, periazinäre und auch stromale Anteile. Mikroabszesse.
Fieber, Schüttelfrost, lumbale und perineale Schmerzen.
häufiger Harndrang, Pollakisurie, Dysurie, evtl. Symptome der Obstruktion (abgeschwächter Harnstrahl bis Harnverhalt).
Die akute Prostatitis führt zu einer stark schmerzhaften rektalen Prostatauntersuchung, die Prostata ist von teigiger Konsistenz, evtl. Abszess als Fluktuation tastbar.
Pyurie, Bakteriurie und Mikrohämaturie.
identifiziert in der Regel den Erreger und ist somit obligat vor Therapiebeginn.
kann bei hohem Fieber oder klinischen Zeichen für eine Urosepsis den Erreger identifizieren.
Leukozytose mit Linksverschiebung, erhöhtes CRP und erhöhtes PSA.
bei V. a. Abszess [Abb. TRUS eines Prostataabszess'], aufgrund der Gefahr einer Bakteriämie erst nach Beginn einer Antibiose. Alternativ CT.
bis zum Eintreffen der Urinkulturergebnisse mit z. B. Ofloxacin 200–400 mg 1–0–1 p.o. oder Ciprofloxacin 500 mg 1–0–1 p.o.
Bei schwerem Verlauf der akuten Prostatitis: intravenöse Therapie mit Ampicillin/Clavulansäure 2,2 g 1–1–1 i. v. oder Cephalosporin i. v. kombiniert mit Gentamicin 3 mg/kgKG 1–0–0 i. v.
parenteral für 3–7 Tage, dann in voller Dosierung oral geeignetes Antibiotikum für 2 bis 4 Wochen. Prospektive Studien für die akute Prostatitis fehlen.
suprapubische Harnableitung bei Restharnbildung oder therapierefraktärem Fieber, Bettruhe, Rehydratation, NSAR gegen Fieber und Schmerzen (z. B. Diclofenac, Metamizol), Laktulose zur Stuhlerweichung.
je nach Ausmaß perineale Nadelpunktion mit einmaliger Aspiration oder perineale Drainage (9–12 CH Pigtail), Anlage unter transrektaler Ultraschall-Kontrolle.
Bei zentral gelegenen Prostatabszessen kann alternativ durch eine transurethrale Resektion der Abszess drainiert werden.
| Prostatitis Definitionen | Inhalt | Chronische Prostatitis |
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Dr. med. Dirk Manski
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