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Mykose, am häufigsten durch Aspergillus fumigatus, flavus oder niger ausgelöst. Aspergillen sind sporenbildende Schimmelpilze (Kolbenschimmel), die Sporen werden Konidien genannt [Abb. 1.3].
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Abbildung 1.3: Aspergillus unter dem Mikroskop: sporenbildende Schimmelpilze mit Darstellung von Konidien (Sporenköpfe). Abbildung von der Public Health Image Library, Center for Disease Control and Prevention, USA, http://phil.cdc.gov/phil/home.asp |
Diabetes mellitus, Obstruktion, Immunsuppression, Katheterisierung, Antibiotikatherapie, weibliches Geschlecht, Ileum-Konduit, neurogene Harnblasenstörungen, Mangelernährung.
Am häufigsten ist die Aspergillose der Lunge. Von dort ist eine septische Streuung in andere Organe möglich. Im Harntrakt ist die Entstehung von Pilzbällen typisch, als Risikofaktor sind Harnblasenentleerungsstörungen zu nennen.
Urinsediment: die Mikroskopie zeigt Aspergillus-Strukturen [Abb. 1.3]. Eine Urinkultur muss auf Pilzmedium angelegt werden.
bei V. a. auf Sepsis.
ein serologischer Nachweis ist möglich, besser ist jedoch der kulturelle Nachweis.
bei V. a. Infektion der oberen Harnwege.
nur ein symptomatischer Harnwegsinfekt muss behandelt werden. Fluconazol 200 mg 1–0–0 oder 100 mg 1–0–1 für 14 Tage, Amphotericin B Harnblasenspülungen oder Amphotericin B i. v. Einmaldosierung.
Kombinationstherapie mit Flucytosine und Amphotericin B i. v.
in der Harnblase: endoskopische Therapie oder Sectio alta, danach Harnblasenspülung mit Amphotericin B (50 mg in 1 L Spülung über 24 h).
Pilzbälle im Nierenbecken: perkutane Nephrostomie, Entfernung des Pilzballes und Spülung mit Amphotericin B (50 mg in 1 l Spülung über 24 h).
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Dr. med. Dirk Manski
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