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bei der Hufeisenniere sind die Unterpole beider Nieren über die Mittellinie miteinander fusioniert, die Fusionsstelle besteht aus Bindegewebe oder Nierenparenchym und wird als Isthmus bezeichnet.
60 % der Hufeisennieren entwickeln keine Beschwerden. Ansonsten ist die Hydronephrose am häufigsten, gefolgt von Nephrolithiasis oder Harnwegsinfektionen.
Fehlbildungsrisiko: 5–10 % der Patienten mit Hufeisennieren besitzen zusätzliche urogenitale Fehlbildungen. Gehäuftes Vorkommen der Hufeisenniere bei Turner-Syndrom und bei Trisomie 18.
Onkogenes Risiko: das Risiko für einen Wilms-Tumor ist verdoppelt. Durch die niedrige Inzidenz der Hufeisenniere haben aber nur 0,4–0,9 % der Patienten mit einem Wilmstumor eine Hufeisenniere.
Das sehr seltene renale Carcinoid kommt häufiger bei Hufeisennieren vor.
Für weitere Informationen siehe Kapitel Hufeisenniere.
Abbildung mit freundlicher Genehmigung, Dr. G. Antes, Kempten.
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Dr. med. Dirk Manski
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