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Die Bioverfügbarkeit ist die Bezeichnung, in welchem Umfang ein Medikament resorbiert und im Blutkreislauf erscheint. Per Definition sind intravenös gegebene Medikamente zu 100 % bioverfügbar. Verschiedene Mechanismen wie unvollständige Resorption oder first pass effect senken die Bioverfügbarkeit von oral verabreichten Medikamenten.
Nur gelöste Medikamente können im Magen-Darm-Trakt resorbiert werden.
Die Resorption von Medikamenten über die Darmwand ist zeitabhängig und wird durch die Geschwindigkeit der Magen-Darm-Passage beeinflusst. Erkrankungen wie Durchfall, Erbrechen, Kurzdarmsyndrom oder gastrointestinale Fisteln sind zusätzliche Mechanismen der unvollständigen Resorption.
Nach gastrointestinaler Resorption kann das Pharmakons bereits in der Darmwand metabolisiert und inaktiviert werden (Beispiele: Katecholamine). Anschließend gelangt das Medikament über den Pfortaderkreislauf in die Leber, dort droht in Anhängigkeit von Leberfunktion und Enzymaktivität ein weiterer "first pass effekt" (Beispiele: Morphin).
Der first-pass Effekt der Leber kann durch die rektale, sublinguale, transdermale, subkutane, intramuskuläre oder nasale Gabe verhindert werden.
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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