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Zusammenfassende Literatur Benigne Prostatahyperplasie (BPH): (Burnett und Wein, 2006) (DGU-Leitlinie Diagnostik, 2009) (DGU-Leitlinie Therapie, 2009) (EAU-Leitlinie: Oelke u.a., 2010).
Restharnbildung lässt die Blase schneller wieder voll werden. Es besteht eine erhöhte Erregbarkeit durch die Detrusorhypertrophie. Die kortikale Hemmung der Blasenafferenzen und der Sphinktertonus sind nachts geringer ausgeprägt. Auch eine Akute Zystitis entsteht durch Restharn häufiger.
schwacher Harnstrahl, verzögerter Miktionsbeginn, Pressen bei der Miktion, unterbrochener Harnstrahl, Nachträufeln, Restharngefühl, Harnverhalt.
Meist entsteht eine chronische Harnretention mit (Überlauf)-Inkontinenz oder eine Dranginkontinenz. Die operative Therapie der BPH beinhaltet auch das Risiko der Entstehung einer Belastungsinkontinenz.
entsteht sowohl durch die BPH als auch durch die zur Verfügung stehenden Therapieformen. Die Therapie der BPH führt jedoch auch zur Verbesserung der sexuellen Funktion, insbesondere Alpha-Blocker wie Doxazosin sind vorteilhaft.
Risikofaktoren für die Entstehung eines Harnverhaltes sind Prostatitis, Harnblasenüberdehnung, starke Flüssigkeitszufuhr, Alkohol, sexuelle Aktivität, Debilität, Medikamente (Sympathomimetika, Anticholinergika), Bettruhe, Operationen und Vollnarkosen. Die Prognose nach einem ,,erwarteten`` Harnverhalt bei vorliegenden Risikofaktoren (s. o.) ist besser als nach einem spontanen Harnverhalt bei vorbestehenden obstruktiven Miktionssymptomen ohne identifizierbare auslösende Risikofaktoren. Bei indolenten Patienten kann der Harnverhalt als Unterbauchtumor imponieren [Abb. 2.2].
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Abbildung 2.2: Harnverhalt bei benigner Prostatahyperplasie (BPH): massiv gefüllte Harnblase, welche als Unterbauchtumor imponiert und mit einer Inkontinenz aufgrund Harnretention einherging. Mit freundlicher Genehmigung, Dr. R. Gumpinger, Kempten. |
Oberbauch- und Flankenschmerzen bei der Miktion sind ein Hinweis auf vesikoureteralen Reflux oder Hydronephrose. Bei einem Nierenversagen entstehen Symptome der Urämie.
Für die Quantifizierung der Symptome und für die Objektivierung des Therapieerfolgs ist der IPSS entscheidend. Der IPSS hat jedoch keinen diagnostischen Wert, da andere Erkrankungen ebenfalls hohe IPSS-Werte bedingen.
Summation der Punktzahl aus den u.g. Fragen (Gesamtpunktzahl 35 Punkte): 0 bis 7 Punkte milde Symptomatik, 8 bis 19 Punkte mittlere Symptomatik, 20 bis 35 Punkte schwere Symptomatik. Die 8. Frage evaluiert die Lebensqualität und wird separat zur Gesamtpunktzahl ermittelt.
Im letzten Monat: wie oft hatten Sie das Gefühl, dass die Blase nach dem Wasserlassen nicht ganz leer war (0–5 Punkte): nie=0, selten=1 (unter 20 %), gelegentlich=2, häufig=3 (50 %), oft=4, immer=5 Punkte.
Im letzten Monat: wie oft mussten Sie nach weniger als zwei Stunden schon wieder Wasserlassen (0–5 Punkte, Einteilung siehe Restharngefühl).
Im letzten Monat: wie oft ist es beim Wasserlassen passiert, dass der Harnstrahl mehrmals aufhört und wieder neu beginnt (0–5 Punkte, Einteilung siehe Restharngefühl).
Im letzten Monat: wie oft hatten Sie starken Harndrang, so dass Sie das Wasserlassen nicht aufschieben konnten (0–5 Punkte, Einteilung siehe Restharngefühl).
Im letzten Monat: wie oft hatten Sie einen schwachen Harnstrahl (0–5 Punkte, Einteilung siehe Restharngefühl).
Im letzten Monat: wie oft mussten Sie pressen, damit das Wasserlassen beginnt? (0–5 Punkte, Einteilung siehe Restharngefühl)
Im letzten Monat: wie oft mussten Sie in der Nacht aufstehen, um Wasser zu lassen (0–5 Punkte entsprechend der Anzahl der Nykturie).
Wie würden Sie sich fühlen, wenn sich Ihre Symptome beim Wasserlassen zukünftig nicht mehr ändern würden? [0–6 Punkte: ausgezeichnet (0), zufrieden (1), überwiegend zufrieden (2), gemischt (3), überwiegend unzufrieden (4), unglücklich (5), sehr schlecht (6)]
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English Version: Signs and symptoms of benign prostatic hyperplasia
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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