Zusammenfassende Literatur Benigne Prostatahyperplasie (BPH): (Burnett und Wein, 2006) (DGU, 2003a) (DGU, 2003b) (Madersbacher u.a., 2004).
Zusammenfassende Literatur: (Reich u.a., 2006).
rezidivierender Harnverhalt, rezidivierende Harnwegsinfekte, rezidivierende Makrohämaturie, Harnblasensteine, postrenale Niereninsuffizienz und große Harnblasendivertikel.
bei signifikanten und störenden Beschwerden und fehlender Notwendigkeit einer operativen Therapie (Chapple, 2004). Zur Anwendung kommen folgende Medikamente: pflanzliche Extrakte, Alpha-Blocker, 5α-Reduktasehemmer und Alpha-Blocker kombiniert mit 5-alpha-Reduktasehemmern.
möglich bei fehlender Operationsnotwendigkeit und moderaten Symptomen ohne Therapiewunsch.
Die Nicht-Therapie ist geeignet für Patienten mit geringen Beschwerden durch die BPH und einer Abneigung gegen eine medikamentöse Therapie. Es darf keine Notwendigkeit für eine operative Sanierung bestehen. Bei 40 % der Patienten bessern sich die Symptome ohne Therapie, zeigen im Langzeitverlauf jedoch schlechtere Ergebnisse. 10–27 % der Pat. benötigen eine operative Therapie.
Risikofaktoren für die Notwendigkeit einer operativen Therapie bei abwartendem Verhalten sind das Prostatavolumen (über 40 ml), die PSA-Konzentration (über 3,2 ng/ml) und der Schweregrad der Symptome (hoher IPSS).
Die Alpha-Blocker sind die Medikamentengruppe der ersten Wahl zur Therapie von LUTS aufgrund von BPH, falls keine Notwendigkeit der operativen Sanierung besteht. Zahllose randomisierte Studien haben für unten genannte Substanzen die Wirksamkeit und die Sicherheit der chronischen Therapie belegt. Weiterhin werden Alpha-Blocker unterstützend zum Dauerkatheter-Auslassversuch nach Harnverhalt verabreicht. Pharmakologie und Nebenwirkungen siehe Kapitel Alpha-Blocker.
0,4 mg 1–0–0. Eine einschleichende Dosierung ist aufgrund der Alpha1-Selektivität nicht notwendig. Durch die OCAS (Oral Controlled Absorption System)-Galenik ist eine Einnahme unabhängig von den Mahlzeiten möglich.
in der normalen Galenik (IR Alfuzosin) ist eine zwei- bis dreimalige Gabe am Tag erforderlich: 2,5 mg 1–1–1 oder 5 mg 1–0–1. Das neue SR Alfuzosin ermöglicht die Einmalgabe von 5–10 mg 1–0–0. Eine einschleichende Dosierung ist aufgrund der Alpha1-Selektivität nicht notwendig.
Dosierung 2–10 mg einschleichend nach Wirkung. Medikament der zweiten Wahl aufgrund der Wirkung auf den art. Blutdruck.
2–8 mg 1–0–0 einschleichend nach Wirkung. Medikament der zweiten Wahl aufgrund der Wirkung auf den art. Blutdruck.
aus der Analyse placebokontrollierter Studien erscheinen Terazosin und Doxazosin effektiver, allerdings bei höherer Rate an Nebenwirkungen (v. a. Schwindel, Kraftlosigkeit). Als Vorteil für Alfuzosin und Tamsulosin sind die fehlende Notwendigkeit der Dosistitrierung, die geringere Nebenwirkungsrate und die Möglichkeit der Einmalgabe zu nennen.
in aktuellen kardiologischen Studien (ALLHAT, 2000) zeigen sich Alpha-Blocker für die Therapie der arteriellen Hypertonie den Beta-Blockern und ACE-Hemmern unterlegen, sie sind nicht mehr als Therapie der ersten Wahl bei Hypertonus zu empfehlen. Dies gilt auch bei begleitender BPH mit arterieller Hypertension: sinnvoller ist die Therapie des arteriellen Hypertonus mit einem Medikament der ersten Wahl und die Therapie der BPH mit einem Alpha1-selektiven Blocker.
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Dr. med. Dirk Manski
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