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Zusammenfassende Literatur chronische Niereninsuffizienz: (Meguid El Nahas und Bello, 2005) (Ruggenenti u.a., 2001).
die chronische Niereninsuffizienz wird gemäß der National Kidney Foundation (NKF) mit Hilfe der GFR in 5 Stadien eingeteilt [Tab. Einteilung der chronischen Niereninsuffizienz].
| Stadium | GFR (ml/min/1,73m2) | Stadienbeschreibung |
| 1 | über 89 | Nierenerkrankung mit normaler Nierenfunktion (mit Proteinurie), sonst als Normalbefund zu werten (ohne Proteinurie). |
| 2 | 60–89 | Nierenerkrankung mit milder Funktionseinschränkung (mit Proteinurie), ohne Proteinurie nur milde Nierenfunktionsstörung. |
| 3 | 30–59 | Nierenerkrankung mit moderater Funktionseinschränkung |
| 4 | 15–29 | Nierenerkrankung mit schwerer Funktionseinschränkung |
| 5 | unter 15 | chronisches Nierenversagen |
Volumenexpansion, Hypernatriämie oder Hyponatriämie, Hyperkaliämie, metabolische Azidose, Hyperphosphatämie und Hypokalziämie.
Osteomalazie, pathologische Glukosetoleranz, Impotenz, verminderte Libido, Amenorrhoe und Hypothermie.
Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, Muskelkrämpfe, Restless-legs-Syndrom, periphere Neuropathie, Lähmungen, Krämpfe und Vigilanzstörungen.
arterieller Hypertonus, Lungenödem, Atemnot, Perikarditis, Organischämien durch beschleunigte Arteriosklerose und Herzrhythmusstörungen.
Blässe, Hyperpigmentierung, Juckreiz und Einblutungen.
Gewichtsverlust, Übelkeit und Erbrechen, urämischer Foetor, Durchfall, Stressulkus, gastrointestinale Blutung, Aszites und Peritonitis.
es entstehen Zysten oder Nierentumoren, welche lokale Beschwerden verursachen können [Erworbene zystische Nierenerkrankung]. Weitere Beschwerden in Abhängigkeit der renalen Grunderkrankung.
Anämie (normozytär, normochrom), Lymphozytopenie, Blutungsneigung, Infektneigung und Splenomegalie.
Urinsediment, Urinkultur und 24 h-Sammelurin.
Blutbild, Retentionswerte, Cystatin C, Elektrolyte mit Calcium und Phosphat, Blutgasanalyse, Leberwerte, Blutzucker und HbA1C.
Nieren (Zysten? Nierentumoren?) und Harnblase (Restharn?).
indiziert bei nephritischem Urinsediment: (Mikro-)Hämaturie, dysmorphe Erythrozyten, Erythrozytenzylinder und Proteinurie.
tägliches Wiegen, Bilanzierung der Urinmenge und der Flüssigkeitsverluste. Die Nieren haben keine Fähigkeit zum Ausgleich der Flüssigkeitsbilanz: die Einfuhr sollte 500 ml über der Ausfuhr liegen. Ödeme werden durch Flüssigkeits- und Salzrestriktion behandelt.
Kalium- und phosphatarme Diät. Bei Hyperkaliämie erfolgt die Akuttherapie mit Natriumbikarbonat oder Glukose/Insulin. Längerfristig ist die orale Therapie mit Resonium möglich.
Basis für die Vermeidung des sekundären Hyperparathyreoidismus ist die phosphatarme Diät sowie phosphatbindende orale Medikamente (Calcium- und Aluminium-Salze, Sevelamer und Lanthankarbonat). Weiterhin ist die Substitution von Vit. D3 wichtig.
Entsteht trotz aller Bemühungen ein Hyperparathyreoidismus, ist die Hemmung der Parathormonfreisetzung mit Cinacalcet möglich, einem Modulator des calciumsensitiven Rezeptors. Alternativ oder als letzte Maßnahme ist die operative Entfernung der Nebenschilddrüsen notwendig.
eine proteinarme Diät (0,6 g/kgKG) ist bei einer GFR von unter 40 ml/min indiziert. Die proteinarme Diät verlangsamt das Fortschreiten der Niereninsuffizienz, es profitieren besonders Patienten mit Proteinurie.
eine zuverlässige Normalisierung des Blutdrucks vermindert die Progression der Niereninsuffizienz. Ziel ist ein Mitteldruck unter 95 mmHg. ACE-Hemmer und AT1-Antagonisten scheinen besonders nephroprotektiv zu wirken.
aufgrund der extrem erhöhten Letalität durch Herz-Kreislauferkrankungen wird eine aggressive Senkung des LDL-Cholesterins empfohlen.
aufgrund der extrem erhöhten Letalität durch Herz-Kreislauferkrankungen wird eine Prävention mit z. B. ASS 100 mg 1–0–0 empfohlen.
Ziel ist eine Hämoglobinkonzentration von mindestens 11 g/dl. Regelmäßige Transferrinsättigungs- und Ferritin-Bestimmungen sichern eine hochnormale Auffüllung des Eisenspeichers. Eisengabe nur bei nachgewiesenem Absinken des Eisenspeichers. Erythropoetinsubstitution nach Hb, Dosierung z. B. 25–50 U/kgKG 3×/Woche.
siehe Kapitel Dialyseverfahren.
siehe Kapitel Nierentransplantation.
Die Prognose bei der chronischen Niereninsuffizienz wird in erster Linie durch Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems bestimmt. Die Sterblichkeit an Herz-Kreislauferkrankungen ist 10–20fach erhöht.
| Chron. Niereninsuffizienz 1/1 | Inhalt | Dialyse |
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Dr. med. Dirk Manski
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