Zusammenfassende Literatur Hyperaldosteronismus: (Ganguly, 1998).
Durch einen Überschuss an Aldosteron ausgelöster Symptomkomplex.
Der Morbus Conn ist definiert durch einen primären Hyperaldosteronismus (s. u.).
führt zu einer vermehrten Natriumrückresorption im distalen Tubulus, gleichzeitig entsteht eine milde Hypokaliämie und Alkalose.
Die erhöhte Natriumrückresorption geht mit einem Zuwachs an Extrazellulärflüssigkeit und Hypernatriämie einher. Nach ungefähr 1,5 l Volumenbelastung wird eine weitere Natriumrückresorption an anderen Stellen des Nephrons kompensiert und verhindert (renal escape). Eine Beteiligung des Hormons ANF an der Kompensation wird vermutet.
Im Gegensatz zur Kompensation der Natriumrückresorption existiert kein vergleichbarer Mechanismus gegen die Hypokaliämie und die Alkalose. Die Vermeidung von Natrium (Speisesalz) führt zu einer Verminderung der renalen Kompensation und damit auch zu einer Verminderung des Kaliumverlustes.
Vor Beginn der Diagnostik sollte eine salzreiche Diät verabreicht werden und die Antihypertensiva und Spironolacton seit 2 Wochen abgesetzt worden sein.
Werte >3,6 mmol/l machen einen primären Hyperaldosteronismus unwahrscheinlich, sind aber v. a. bei salzarmer Diät möglich.
erhöht, Normwert liegend nach 2 h strenger Bettruhe (je nach Labor): 25–450 pmol/l (20–100 ng/ml).
Aldosteronausscheidung unter salzreicher Diät normalerweise <10 μg, Werte über 25 μg sind verdächtig für einen Hyperaldosteronismus. Weiterhin erhöhte Kaliumausscheidung.
erniedrigt bei primärem Hyperaldosteronismus. Der Quotient Aldosteron (ng/ml) / PRA (ng/ml/h) >50 spricht für einen primären Hyperaldosteronismus.
bei primärem Hyperaldosteronismus zur Differenzierung zwischen Adenom, Karzinom und bilateraler Nebennierenrindenhyperplasie.
seitengetrennte Aldosteronbestimmung durch eine Katheterisierung der Nebennierenvenen.
Aldosteronrezeptor-Antagonist. Indiziert bei bilateraler Nebennierenrindenhyperplasie ohne Lateralisierung. Ansonsten wird Spironolacton bei der Kombinationstherapie der arteriellen Hypertonie angewendet.
bei Nachweis einer einseitigen Aldosteronsekretion (Adenom), aber auch bei vorwiegend einseitiger Aldosteronsekretion bei bilateraler Nebennierenrindenhyperplasie.
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Dr. med. Dirk Manski
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