Docetaxel inhibiert die intrazelluläre Tubulusdepolymerisation. Die Stabilisierung der tubulären Strukturen durch Docetaxel führt zu einem Zellzyklusstopp in der G2M-Phase, dies führt auch zur Zellapoptose.
hormonrefraktäres Prostatakarzinom mit schnellem PSA-Progress (PSA-Verdoppelungszeit unter 3 Monaten) und bei tumorbedingten Schmerzen.
Neutropenie G3/4 in 32 %, das Nadir wird nach 7 Tagen beobachtet und dauert 7 Tage. Neutropenisches Fieber ist selten.
Exantheme (makulopapulös) an Fuß, Hand und Unterarm in 50–70 %. Nagelveränderungen in 35 %.
das Auftreten einer peripheren sensiblen Neuropathie durch eine Docetaxel-Chemotherapie ist häufig und meist reversibel. Eine schwere periphere Neuropathie erfordert eine Dosisreduktion von Docetaxel und bei fehlender Besserung eine Beendigung der Docetaxel-Chemotherapie.
interstitielle Lungenentzündung, Tränenkanalstenose, Extravasationsverletzungen.
Patienten im schlechten Allgemeinzustand, vorangegangene Radionuklidtherapie, Zeichen der Leberinsuffizienz (Bilirubinerhöhung, Transaminasen über das 3,5fache der Norm), Kreatinin über 2 mg/dl, allergische Symptome.
Dosisreduktion von Docetaxel bei schwerer peripherer Neuropathie, Neutropenie unter 500/μl oder neutropenisches Fieber (s. u.), bei Persistenz der Nebenwirkungen sollte die Behandlung abgebrochen werden.
die 3-wöchige Gabe mit 75 mg/m2 Docetaxel zeigt Vorteile gegenüber der wöchentlichen Gabe hinsichtlich Überlebenszeit (18,9 vs. 17,4 Monate), Schmerzreduktion (34,6 vs. 31,2 %) und Tumoransprechen (12,1 vs. 8,2 %) Tannock u.a. (2004). Das wöchentliche Regime bietet ein höheres Sicherheitsprofil.
75 mg/m2 über 60 min i. v. an Tag 1, 5 mg Prednisolon 1–0–1 p.o. dauerhaft und Ondansetron als Begleitmedikation. Zyklusdauer 21 Tage.
30 mg/m2 über 60 min i. v. an Tag 1, 8, 15, 22 und 29. 5 mg Prednisolon 1–0–1 p.o. dauerhaft und Ondansetron als Begleitmedikation. Zyklusdauer 42 Tage.
bei Auftreten von schweren Hautveränderungen, einer schweren peripheren Neuropathie, Neutropenie unter 500/μl oder bei neutropenischem Fieber sollte die Dosis von Docetaxel auf 60 mg/m2 für die nächste Gabe reduziert werden.
Bei persistierenden o.g. Symptomen sollte die Docetaxel-Therapie abgebrochen werden.
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Dr. med. Dirk Manski
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