Dr. med. Dirk Manski

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Plasma-Halbwertszeit (HWZ): Kenngröße der Pharmakologie

Definition der Plasmahalbwert

Die Plasmahalbwertszeit ist eine pharmakologische Kenngröße. Sie beschreibt die Zeitspanne, die von der maximalen Konzentration im Blutkreislauf bis zur Halbierung der Plasmakonzentration verstreicht. Je nach Resorptionskinetik und Eliminationskinetik ergeben sich komplexe Zusammenhänge.

Eliminationskinetik nullter Ordnung

Pro Zeiteinheit wird eine konstante Menge eines Wirkstoffes eliminiert, die Elimination ist linear von der Zeit abhängig und wird nicht von der Wirkstoffkonzentration beeinflusst. Die Halbwertszeit ist abhängig von der Konzentration des Wirkstoffs und eine Angabe somit nicht möglich. Beispiel: Elimination des Blutalkohols.

Eliminationskinetik erster Ordnung

Die Elimination ist abhängig von der Wirkstoffkonzentration, je höher die Konzentration, desto mehr Wirkstoff wird eliminiert. Nach einem Behandlungsstopp sind nach mehreren Halbwertszeiten immer noch Reste des Wirkstoffs im Plasma; nach fünf Halbwertszeiten sind etwa 97% des Wirkstoffs eliminiert. Ähnliches gilt für die Gleichgewichtskonzentration bei dauerhafter Einnahme: nach fünf Halbwertszeiten ist 97% der Gleichgewichtskonzentration erreicht. Die meisten Medikamente folgen der Eliminationskinetik erster Ordnung.




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