| Diese Webseite durchsuchen: |
Benutzerdefinierte Suche
|
Zusammenfassende Literatur Harnröhrenkarzinom: (Gheiler u.a., 1998).
nach Zystektomie entsteht in bis zu 10 % der Patienten ein Rezidiv in der Harnröhre. Die Häufigkeit des Harnröhrenrezidives ist bei heterotoper Harnableitung höher als bei orthotoper Harnableitung.
Da die Häufigkeit des Sexualverkehrs mit dem Harnröhrenkarzinom assoziiert wird, kann eine Beteiligung von HPV an der Genese des Plattenepithelkarzinoms vermutet werden.
24–76 % der Patienten mit Harnröhrenkarzinom hatten zuvor eine Harnröhrenstriktur.
bulbomembranöse Urethra 60 %, penile Urethra 30 % und prostatische Urethra 10 %.
Plattenepithelkarzinom 80 %, Urothelkarzinom 10 % und undifferenzierte Karzinome oder Adenokarzinome 10 %. Sehr selten malignes Melanom.
Tumoren der vorderen Harnröhre metastasieren in die inguinalen Lymphknoten, Tumoren der hinteren Harnröhre über die obturatorischen Lymphknoten.
Hämatogene Metastasen entstehen beim Plattenepithelkarzinom erst relativ spät im Krankheitsverlauf, im Gegenteil zum Urothelkarzinom.
Harnröhrenstriktur, urethrale Blutung, perinealer Schmerz, urethrale Fistel.
Zystoskopie und zytologische Untersuchungen.
Zystoskopie und Biopsie/Resektion des Tumors.
MRT-Abdomen und Becken, bei V. a. Rektuminfiltration Rektoskopie und PE. Bei Knochenschmerzen oder erhöhter AP Knochenszintigraphie. Rö-Thorax.
bei oberflächlichen papillären Harnröhrentumoren.
indiziert bei pathologischer Spülzytologie oder Histologie nach heterotoper Harnableitung. Die Urethrektomie erfolgt über einen perinealen Zugang.
Kontraindikation: fortgeschrittener Harnröhrentumor mit Invasion des Corpus cavernosum.
bei primären distalen invasiven Harnröhrenkarzinomen, wenn ein Sicherheitsabstand von 2 cm eingeplant werden kann. Bei fehlenden Fernmetastasen ist an eine inguinale Lymphadenektomie zu denken.
bei invasivem proximalen Harnröhrenkarzinom. Bei fehlenden Fernmetastasen wird die Lymphadenektomie wie beim Harnblasenkarzinom durchgeführt. Bei ausgedehntem Tumorbefall ist evtl. eine Resektion des Os pubis ramus inferior notwendig, der kraniale Anteil der Symphyse bleibt erhalten.
Bei Tumoren der Prostata können die Corpora cavernosa geschont werden, es erfolgt neben einer kompletten Urethrektomie die Zystoprostatektomie.
In allen Fällen ist nur eine heterotope Harnableitung möglich.
Bei Karzinomen der vorderen Harnröhre ist die Prognose relativ gut, mit 5JÜR um 70 %.
Proximal invasive Harnröhrenkarzinome haben eine sehr schlechte Prognose, Langzeitüberleben trotz radikaler Chirurgie um 25 %.
Bei Karzinomen der prostatischen Harnröhre ist die Entstehung von prognostischer Bedeutung: eine Infiltration eines Urothelkarzinoms aus der Harnblase in die Prostata bedingt eine 5JÜR von 21 % (Stadium T4), eine de-novo Entstehung des Urothelkarzinoms in der prostatischen Harnröhre geht mit einer 5JÜR von 55 % einher.
| Seltene Penismalignome | Inhalt | Intersexualität |
Sie haben nicht gefunden, was Sie suchen?
Mit nachstehender Google-Suchmaske können Sie diese Internetpräsenz durchsuchen:
Letzte Aktualisierung
Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
Aufgrund zahlreicher E-Mail Anfragen bezüglich der Diagnose und Therapie urologischer Krankheiten habe ich ein Urologie-Forum eingerichtet, in welchem Sie anonym Fragen stellen können, welche von mir beantwortet werden. Bitte verzichten Sie auf zukünftige Anfragen per E-Mail und benutzen Sie das Forum.