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Zusammenfassende Literatur Harnröhrenstriktur: (Barbagli u.a., 2003) (Peterson und Webster, 2004) (Stack und Schlossberg, 1998).
eine Harnröhrenstriktur erzeugt ein typisches Bild bei der Harnstrahlmessung: das Maximum der Harnflusses wird schnell erreicht und zeigt bei langer Miktionsdauer ein langstreckiges gerades Plateau. Der maximale Flow liegt typischerweise unter 10 ml/s (siehe Kapitel Urologische Untersuchungen/Urodynamik).
wichtig für die Therapieplanung ist die korrekte Bestimmung der Strikturlänge. Dazu sind Aufnahmen mit senkrechtem Strahlengang notwendig, insbesondere bei bulbären Strikturen ist eine deutliche Schräglagerung des Patienten notwendig [Abb. retrograde Urethrographie 1 und MCU und retrograde Urethrographie 2].
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Das MCU ist zur Diagnostik bei proximalen Strikturen geeignet [Abb. MCU bei bulbärer Harnröhrenenge].
nach Füllung der Harnröhre mit einem Gleitmittel kann bei bulbären Harnröhrenengen die Länge korrekt identifiziert werden, welche bei der retrograden Urethrographie unterschätzt wird. Weiterhin ist die Einschätzung der Fibrose um die Striktur möglich, dies ist für die Therapieplanung von Bedeutung.
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Perineale Sonographie einer kurzstreckigen bulbären Harnröhrenstriktur mit geringer Fibrose. Siehe auch Abb. retrograde Urethrographie 1 und MCU des gleichen Patienten. |
Inspektion der Striktur [Abb. 2.18], bei Malignitätsverdacht mit Biopsien. Kinderzystoskope oder Ureterorenoskope sind hilfreich bei engen Harnröhren.
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Abbildung 2.18: Harnröhrenstriktur: Inspektion einer kurzstreckigen bulbären Harnröhrenstriktur mit dem Zystoskop. Hinter der Striktur ist der M. sphinkter externus zu erkennen. |
Wenn ein dünner transurethraler Dauerkatheter nicht gelegt werden kann, so sollte ein suprapubischer Dauerkatheter angelegt werden. Eine transurethrale Bougierung sollte nicht durchgeführt werden, sie kann durch zusätzliche Verletzungen das Ausmass der Striktur verschlimmern.
Mittel der Wahl als erster Therapieversuch von kurzstreckigen Harnröhrenstrikturen ohne ausgeprägte fibrotische Reaktion.
transurethrale Inzision der Striktur bei 12 Uhr (Technik und Komplikationen siehe Kapitel Operationstechniken/Urethrotomia interna). Die Urethrotomia interna nach Sachse verwendet ein kaltes Messer. Alternativ kann die Striktur mit Hilfe einer Laserfaser durchtrennt werden (Nd:YAG, Holmium, KTP...).
Heilung der Striktur zwischen 20–70 %. Ein Rezidiv kann bis zu 3 Jahre nach Schlitzung auftreten. Das Risiko einer Rezidivstriktur kann durch Bougierungen gesenkt werden, welche in Intervallen nach der Urethrotomie durchgeführt werden. Die Dilatationen müssen langfristig angelegt werden, wahrscheinlich über Jahre oder dauerhaft. Eine zweite Sitzung nach Rezidivstriktur erhöht kaum die Heilungsquote.
Am besten sind die Ergebnisse bei kurzstreckigen bulbären Strikturen ohne ausgeprägte Spongiofibrose (Heilung in 74 %), am schlechtesten längere penile Strikturen mit Rezidivraten über 80 %.
die Harnröhrenbougierung kann epitheliale Strikturen heilen, Strikturen mit spongiofibrotischer Reaktion werden rezidivieren. Das Ziel ist die Dilatation der Striktur ohne erneuten Reiz der Narbenbildung.
Entscheidender Risikofaktor für das Rezidiv nach Dilatation ist die Länge der Striktur, mit 40 % Rezidivrate bei Strikturen unter 2 cm. Eine Rezidivstriktur kann durch Dilatationen nicht geheilt werden.
Der Nachteil bei Bougierungen ist die Arbeit ohne Sicht. Im direkten randomisierten Vergleich zwischen Bougierung und Urethrotomia interna gibt es jedoch keine signifikanten Unterschiede.
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Dr. med. Dirk Manski
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