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Zusammenfassende Literatur: (Krieger, 2002) (Nickel, 2005a) (Nickel, 2005b) (Sussman und Gally, 1999) (Wagenlehner und Naber, 2006) (S3-Leitline Harnwegsinfektionen der DGU).
Bei gesunden Frauen mit typischer Klinik für eine akute Zystitis (Dysurie und Pollakisurie ohne vaginalem Ausfluss) kann auf zahlreiche unten genannte Diagnostika verzichtet werden. Urinsediment/Urinstix, Urinkultur oder Bildgebung sind nicht zwingend notwendig, da eine akute Zystitis zu über 70 % wahrscheinlich ist und die diagnostische Genauigkeit bei eindeutiger Klinik nicht verbessert wird. Allein aufgrund der Symptomatik kann eine Antibiotikatherapie eingeleitet werden (S3-Leitline Harnwegsinfektionen der DGU).
Zeichen eines Harnwegsinfekts sind Pyurie, (Mikro-)Hämaturie und Bakterien im Urinsediment (Nitrit positiv). Bei Katheterisierung und intermittierenden Katheterisierungen ist die diagnostische Aussage vermindert.
bei einer sterilen Harnblasenpunktion gilt jeder Keimnachweis als pathologisch. Bei vorbestehender Harnblasenkatheterisierung und bei Mittelstrahlurin besteht die Gefahr der Kontamination. Zur Differenzierung der Kontamination von einem HWI wird bei dem Mittelstrahlurin die Keimzahl (Kass’sche Zahl) herangezogen.
105 Keime/ml (oder Kolonie-bildende Einheiten KBE/ml) in einem sauber gewonnenen Mittelstrahlurin zeigen einen HWI an (Kass, 2002). Erregerzahlen von 103 bis 104 Keime/ml können bei typischer Klinik und bei typischen Uropathogenen in Reinkultur (keine Mischkultur) bereits klinisch relevant sein. Eine forcierte Diurese oder Pollakisurie führen zu einer kürzeren Verweilzeit des Urins in der Harnblase und können damit bei bestehender Zystitis falsch-niedrige Keimzahlen ergeben. Eine forcierte Diurese oder Pollakisurie führen zu einer kürzeren Verweilzeit des Urins in der Harnblase und können damit bei bestehender Akute Zystitis falsch-niedrige Keimzahlen ergeben. Ein Erregernachweis durch eine Einmalkatheterisierung oder Harnblasenpunktion ist immer pathologisch. Bei Katheterträgern gilt als signifikante Infektion: Keimzahl >104 und Leukozyturie >100/μl.
Harnwegsinfektionen mit Fieber: Blutbild, CRP, Kreatinin. Blutkulturen sollten bei hohem Fieber und Zeichen des systemischen Infektion abgenommen werden. Siehe auch Abschnitt urosepsis für weitere Laboruntersuchungen, um Komplikationen der Sepsis zu erfassen.
Restharn? Harnstau? Harnblasendivertikel? Harnblasensteine? Nephrolithiasis? Adenom der Prostata? Ureterozele?
zum Ausschluss von Harnstau, Harnsteinen, Harnblasendivertikeln, anatomischen Fehlbildungen. Die CT ist dem Urogramm überlegen: sie bietet eine bessere Darstellung von anatomischen Details (Ursache einer Hydronephrose?) und höhere Sensitivität bei Nephrolithiasis oder Abszessen.
indiziert bei schlechtem Harnstrahl oder V. a. Harnröhrendivertikel.
Die DMSA-Szintigraphie der Nieren ermöglicht die Identifizierung von Narben und Nierenfunktionsstörungen im Rahmen des vesikoureteralen Reflux.
Die Zystoskopie ist indiziert zum Ausschluss einer subvesikalen Obstruktion, eines Divertikels, Harnblasensteine oder Harnblasentumors (ggf. mit Probebiopsien).
die Urodynamik ermöglicht die genaue Klassifizierung von Miktionsstörungen, die Durchführung der Urodynamik ist nur im infektfreien Intervall sinnvoll.
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Dr. med. Dirk Manski
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