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Zusammenfassende Literatur Hypospadie: (Kraft u.a., 2010) (Mouriquand u.a., 1995) (Baskin, 2000)
neben der sorgfältigen körperlichen Untersuchung (Meatusposition, offener Processus vaginalis, Kryptorchismus) ist die Sonographie der Harnorgane notwendig. Bei Auffälligkeiten ist ein Urogramm oder MCU indiziert.
Bei proximalen Hypospadien besteht ein erhöhtes Risiko für Störungen der Geschlechtsentwicklung, welche mit folgenden Untersuchungen erfasst werden können:
ausführliche Darstellung Kapitel Operationstechniken/Allgemeine Grundsätze zu Hypospadieoperationen.
Ausgleich der Penisverkrümmung nach artifizieller Erektion durch die Nesbit-Technik, mit Grafting bei kurzem Penis oder starker Deviation. Die Resektion der Chorda penis (Urethralplatte) wird nur noch selten durchgeführt. Bei der TIP Urethroplastie (s. u.) ist die Erhaltung der Chorda obligat.
Rekonstruktion der fehlenden Urethra. Die unten genannten Operationstechniken unterscheiden sich vor allem in der Technik der Urethroplastie. Zur Anwendung kommen Lappenplastiken, Inzision der Urethralplatte und Tubularisierung, freie Transplantate wie Mundschleimhaut...
mit einer zweiten Gewebeschicht (gestielte Plastik), meist aus dem Präputium, verhindert die Entstehung von Harnröhrenfisteln.
Rekonstruktion des Meatus und der Glans, um einen Meatus an der Spitze des Penis mit einem vertikalen Schlitz zu erreichen.
nach Resektion oder Transfer von Präputiumresten.
Meatal advancement and glanuloplasty (Duckett, 1981b). Die Technik ist nur für distale Hypospadien geeignet. Technik und Komplikationen siehe Kapitel Operationstechniken/Allgemeine Grundsätze zu Hypospadieoperationen und MAGPI-OP nach Duckett.
für koronare bis proximale penile Hypospadien (Snodgrass, 1994). Die TIP-Urethroplastie gilt als technisch einfach und besitzt eine niedrige Komplikationsrate, das kosmetische Ergebnis der Glans und des Meatus ist gut. Weiterhin ist die Technik für Rezidivoperationen bei erhaltener urethraler Platte geeignet. Die Chorda (urethrale Platte) wird nicht entfernt, sondern longitudinal tief inzidiert, die Lefzen mobilisiert und um einen Katheter verschlossen. Eine ventrale Kurvatur wird nach Nesbit korrigiert. Technik und Komplikationen siehe Kapitel Operationstechniken/Tubularized incised plate (TIP)-Urethroplasty.
für distale penile Hypospadien (Mathieu, 1932) als auch für Rezidivoperationen. Ein Hautareal über der proximalen Harnröhre wird rechteckförmig ausgeschnitten und nach distal umgeklappt. Um einen horizontalen Meatus zu vermeiden, existiert eine Modifikation der Originaltechnik mit V-Inzision des Lappens (MAVIS = Mathieu and V-Inzision sutured). Technik und Komplikationen siehe Kapitel Operationstechniken/Mathieu Hypospadie-Operation. Die häufigsten Komplikationen sind Vaskularisationsstörungen des Hautlappens mit Fistelung oder Meatusstriktur.
für distale bis proximale penile Hypospadien (Duckett, 1981a). Aus dem Präputium (alternativ Penisschafthaut) wird ein gestielter Lappen aus dem inneren Blatt und Dartosschicht (=Insel) präpariert. Der Lappen wird in Onlay Technik verwendet, wenn die Chorda und Urethralrinne erhalten werden kann. Nach einer Chordaresektion ist ein tubulärer Insellappen notwendig. Technik und Komplikationen siehe Kapitel Operationstechniken/Duckett Hypospadie-Operation.
Indikationen sind fehlgeschlagene Hypospadie-Operationen und ausgeprägte proximale Hypospadien. Technik und Komplikationen siehe Kapitel Operationstechniken/Zweizeitige Hypospadie-Operationen.
Indikationen sind fehlgeschlagene Hypospadie-Operationen. Technik und Komplikationen siehe Kapitel Operationstechniken/Allgemeine Grundsätze zu Hypospadieoperationen.
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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