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Zusammenfassende Literatur Ileumkonduit: (Hautmann, 2003).
Inkontinente heterotope Harnableitung nach Entfernung der Harnblase [Abb. Ileumkonduit]. Die Harnleiter werden mit einer kurzen Ileumschlinge anastomosiert, diese wird durch die Haut als Stoma ausgeleitet [Abb. Ileumkonduit].
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Abbildung 1.1: Ileum-Konduit: heterotope inkontinente Harnableitung nach Entfernung der Harnblase. |
Bei Kontraindikationen für eine orthotope oder kontinente Harnableitung ist das Ileumkonduit die häufigste verwendete Harnableitung:
Vorteile sind die einfache Technik, geringer Bedarf an Darm, geringe metabolische Langzeitkomplikationen und Vermeidung einer transurethralen Inkontinenz.
Der Nachteil ist die Notwendigkeit der Stomaversorgung.
Darmbestrahlung, Kurzdarmsyndrom, Morbus Crohn des Ileums, infauste Prognose des Patienten. Als Alternative ist die Harnleiter-Haut-Fistel zu bedenken.
eine Ileumschlinge von 20 cm Länge wird mindestens 20 cm von der Ileozökalklappe entfernt ausgeschaltet. Antiseptische Spülung der Darmschlinge. End-zu-End-Anastomose des verbleibenden Dünndarms.
beide Harnleiter werden mit einem Mono-J geschient. Der linke Harnleiter wird kranial der A. mesenterica inf. unter dem Darmkonvolut und über den großen Gefäßen auf die rechte Seite geführt.
das orale Ende der Darmschlinge wird fortlaufend verschlossen. Die Harnleiter werden einzeln seitlich in die Darmwand anastomosiert (Vicryl 4–0 Einzelnähte).
in der Technik nach Wallace werden zunächst die Harnleiter gleichläufig oder gegenläufig Seit-zu-Seit anastomosiert (Vicryl oder PDS 4–0 fortlaufend), danach wird die Ureterplatte mit dem oralen Ende der ausgeschalteten Dünndarmschlinge anastomosiert [Abb. 1.16].
das Stoma sollte 5 cm von der Wundinzision entfernt sein und durch den M. rectus abdominis führen. Die ideale Lokalisation ist die Erhebung einer Fettrolle über dem rechten M. rectus abdominis. An vorher markierter Stelle wird kreisförmig die Haut entfernt (1,5 cm Durchmesser). Die Faszie wird kreuzförmig gespalten, der Rektus stumpf im Faserverlauf auseinandergedrängt, danach das Peritoneum inzidiert. Zwei Finger sollten bequem durch die Öffnung passen. Das aborale Ende des Ileumkonduits wird durch den M. rectus abdominis geführt, die Länge sollte ungefähr 5 cm über das Hautniveau reichen. Das Konduit wird an der Faszie mit Vicryl 2–0 befestigt (8 Nähte). Danach wird evertierend das Darmende an die Subdermis genäht, so dass ein prominentes nippelförmiges Stoma entsteht. Bei adipöser Bauchdecke ist dies oft nicht möglich.
Siehe Kapitel Grundlagen der Harnableitung
Komplikationen der Dünndarmanastomose, Strikturen der Ureter-Darmanastomose mit Harnstau, Harnwegsinfektion und Harnsteinbildung, Stomakomplikationen (Infektionen, Stenose, Retraktion, Hernie...).
| Harnableitung | Inhalt | Kolon Conduit |
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Dr. med. Dirk Manski
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