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Zusammenfassende Literatur Induratio penis plastica: (Gholami u.a., 2003) (Hauck u.a., 2006) (Tunuguntla, 2001).
Darstellung und Dokumentation der Plaques mit einem hochauflösenden Linearschallkopf, Kalzifizierungen sind sichtbar. Ausschluss einer Tiefeninfiltration der Plaques in den Schwellkörper (DD Sarkom).
indiziert bei erektiler Dysfunktion, in Kombination mit einer SKAT. Die häufigste Ursache für eine ED ist eine venookklusive Dysfunktion.
ist selten bei IPP indiziert. Die Cavernosographie kann die Doppler-US bestätigen und die venöse Leckage orten.
die Wirksamkeit der medikamentösen Therapie ist zwar statistisch in manchen Studien nachgewiesen, für den klinischen Alltag ist der Effekt jedoch sehr gering. Die medikamentöse Therapie hat ihre Berechtigung in der aktiven Phase der Erkrankung zur Linderung der Beschwerden, eine Verbesserung der chronischen Deviation ist nicht zu erwarten.
soll antifibrotisch wirken. Potaba konnte in einer randomisierten Studie eine Verkleinerung der Plaques und Verhinderung der Deviation bewirken. Eine vorhandene Deviation konnte jedoch nicht verbessert werden, ebenso war der Effekt auf Schmerzen nicht signifikant (Weidner u.a., 2005). Dosierung 3 g 4x/d p.o.
2 g/Tag p.o. Signifikante Reduktion der Schmerzen und Verbesserung der Deviation.
NSAR, Vitamin E 600 mg/d, Tamoxifen, Colchicin.
werden verwendet, um die Medikamentendosis in Plaques zu erhöhen und um systemische Nebenwirkungen zu vermeiden.
Verapamil wirkt auf Fibroblasten hemmend und steigert die Produktion von Kollagenasen. Die Wirksamkeit von Verapamil auf die IPP ist umstritten. In mehreren unkontrollierten Studien und in einer randomisierten Studien konnte die Effektivität von Verapamil-Infiltrationen demonstriert werden, zwei andere randomisierten Studien fanden keine signifikanten Unterschiede.
Dosierung: Lokale Infiltration von 10 mg verdünnt auf 10 ml, alle 2 Wochen erfolgt eine Injektion, insgesamt 12 Injektionen.
wirken auf Fibroblasten hemmend und steigern die Produktion von Kollagenasen. Insbesondere die hoch-dosierte Interferon-Therapie (5–10 MU Interferon-α2b) zeigte sich in mehreren kontrollierten Studien (ohne lange Nachbeobachtung) wirksam hinsichtlich Schmerzreduktion, Verbesserung der sexuellen Funktion und Deviation.
lokale Injektionen, Effektivität in einer randomisierten Studie demonstriert, allerdings nur geringe Besserung der Deviation.
trotz relativ häufiger Anwendung ist die Wirksamkeit nicht gesichert. Eine kontrollierte Studie konnte keine Effektivität nachweisen.
mit Hilfe eines schwachen elektrischen Gleichstroms können ionisierte Wirkstoffe in hoher Konzentration transdermal in IPP-Läsionen gebracht werden, systemische Nebenwirkungen können weitgehend vermieden werden. Zur Anwendung kommen u.a. Verapamil, Dexamethason und Lidocain. Kontrollierte Studien fehlen.
mehrere Sitzungen von ESWT mit z. B. 2000 Stoßwellen auf die Plaques der IPP führen zur Linderung der Schmerzen unter Erektion. Teilweise werden die Plaques in der Größe reduziert, eine Besserung der Deviation ist kaum zu erwarten.
nach Ausschöpfung aller konservativer Möglichkeiten und im stabilen Krankheitsstadium (mindestens 1 Jahr konstante Deviation) ist je nach Ausmaß der Deviation und erektilen Funktion eine operative Therapie indiziert.
Bei geringer Deviation und erhaltener Erektionsfähigkeit eignet sich die Nesbit-Operation oder die Plikationstechnik, bei starker Deviation und Erektionsfähigkeit ist die Plaqueexzision und Grafting zu empfehlen.
Bei fehlender Erektion trotz SKAT-Therapie sollte eine Penisprothese implantiert werden.
eine ovaläre Exzision der Schwellkörperwand an der konvexen Seite und Schwellkörpernaht führen zur Begradigung (Nesbit, 1965). Modifizierte Technik nach Yachia: longitudinale Inzision und horizontale Naht führt zum Ausgleich der Deviation (Yachia, 1990).
Technik und Komplikationen siehe Kapitel Operationen/Operationen bei Penisdeviation. Vorteil des Nesbit-Technik: keine mechanische Schwächung des Penisschaftes durch Grafting. Nachteil der Nesbit-Technik: starke Deviationen sind nur mit einer Penisverkürzung zu begradigen.
nach der Inzision der Schwellkörperwand an der konkaven Seite und Begradigung des Penis entsteht eine Lücke im Corpus cavernosus. Dieser Defekt muss mit körpereigenen oder körperfremden Materialien gedeckt werden. Ein Ausgleich der Deviation ist ohne Penisverkürzung möglich. Technik und Komplikationen siehe Kapitel Operationen/Operationen bei Penisdeviation .
Auf die Exzision der Schwellkörperwand wie im Nesbit-Verfahren wird verzichtet. Durch Anlage von nichtresorbierbaren Nähten ist eine Verkürzung der Schwellkörperwand an der konvexen Seite mit Ausgleich der Deviation möglich. Technik und Komplikationen siehe Kapitel Operationen/Operationen bei Penisdeviation.
bei ausgeprägter erektiler Dysfunktion trotz SKAT-Therapie ist eine erektile Funktion nach Plaqueexzision und Grafting nicht zu erwarten. Diesen Patienten sollte eine Penisprothese als chirurgische Therapieoption angeboten werden. Siehe auch Therapie der erektilen Dysfunktion.
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Hauck, E. W. u. a. (2006). A critical analysis of nonsurgical treatment of Peyronie’s disease. In: Eur Urol 49, S. 987–997.
Weidner, W. u. a. (2005). Potassium paraaminobenzoate (POTABA) in the treatment of Peyronie’s disease: a prospective, placebo-controlled, randomized study. In: Eur Urol 47, 530–5; discussion 535–6.
English Version: Peyronie's disease: Treatment
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Dr. med. Dirk Manski
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