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Zusammenfassende Literatur Interstitielle Zystitis: (von Heyden, 2000) (Oberpenning u.a., 2000) (Sievert u.a., 2000)
Die pathologische Einteilung der IC erfolgt in eine klassische IC mit histologischen Entzündungszeichen und zystoskopisch sichtbaren Ulzerationen und in eine nicht-ulzeröse (non-ulcer) IC ohne klassische Entzündungszeichen und ohne zystoskopisch sichtbare Läsionen.
Die histologischen Zeichen (wenn sichtbar) sind unspezifisch und korrelieren weder mit dem zystoskopischen Bild noch mit der Prognose der Erkrankung. Auch die Elektronenmikroskopie liefert kein eindeutiges pathologisches Korrelat für die IC.
Ulzeröse Läsionen in der Harnblase (Hunner-Ulzera) und Glomerulationen (punktförmige Schleimhautblutungen) nach Harnblasendistension. Im weiteren Verlauf zunehmende Fibrose der Harnblasenwand mit Verkleinerung der Harnblasenkapazität.
Mastzelleninfiltration der Harnblasenwand, lymphozytäres Infiltrat, ulzeröse Epitheldefekte, kleine subepitheliale Hämorrhagien. Eine Korrelation zwischen Histologie und zystoskopischen Zeichen der interstitiellen Zystitis existiert nicht.
Drang, Dysurie, Pollakisurie, Nykturie, Unterbauchschmerzen für mindestens 6 Monate ohne erklärende Ätiologie.
aufgrund der vielfältigen in der Intensität stark unterschiedlichen Beschwerden wurden mehrere Symptomscores für das Monitoring eines Therapieeffektes geschaffen: IC symptome index (ICSI) und IC problem index (ICPI), University of Wisconsin IC Scale (UW-IC-Scale).
Voraussetzung für die Diagnose ,,interstitielle Zystitis`` sind oben genannte Basissymptome ohne offensichtliche Ursache. Entscheidend für die Diagnose der IC ist der Ausschluss von differentialdiagnostisch möglichen Erkrankungen (Ausschlussdiagnose, siehe Tab. Diagnosekriterien der interstitiellen Zystitis ).
im Vollbild Miktionsvolumen immer unter 250 ml, miktionsfreie Intervalle kleiner 2 h, immer Nykturie.
Urinsediment und Urinkultur: kein Erregernachweis. Urinzytologie: Ausschluss eines Harnblasenkarzinoms (v. a. Carcinoma in situ).
Ausschluss von Nieren- und Harnblasenerkrankungen.
im Vollbild aufgrund der Schmerzen nur in Vollnarkose möglich, hat wenig Aussagekraft. Nachweis der kleinen Harnblasenkapazität und Ausschluss einer hyperaktiven Harnblase.
Die Zystoskopie wird in Vollnarkose durchgeführt. Füllung der Harnblase mit 80–100 cm H2O für 2 min, Messung der Harnblasenkapazität in Narkose. Dann erneute Füllung der Harnblase und Inspektion:
punktförmige Schleimhautblutungen nach Harnblasendistension. 9/10 IC-Patienten haben diese Glomerulationen.
Aufbersten des Urothels mit schlierenartigen Urothelblutungen nach Blasendistension. 1/10 der IC-Patienten haben Hunner-Ulcera.
zum Ausschluss eines Carcinoma in situ. Die Biopsie wird nach der Hydrodistension durchgeführt.
die Kaliuminstillation (0,4 mol/l) erzeugt Schmerzen. Der Kaliuminstillationstest ist bei 75 % der Patienten mit IC, bei 4 % in der Kontrolle und bei fast 100 % der bakteriellen Zystitiden positiv und kann als Zeichen der erhöhten Urothelpermeabilität angesehen werden (moderat sensitiv, nicht spezifisch). Ein positiver Kaliuminstallationstest ist prognostisch für die weitere Therapie und zeigt z.\,B. ein Ansprechen der Pat. auf Heparin und Amitriptylin an.
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Dr. med. Dirk Manski
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