Zusammenfassende Literatur: (von Heyden, 2000) (Oberpenning u.a., 2000) (Sievert u.a., 2000)
unter Narkose wird die Harnblase mit einem Druck bis 100 cm Wassersäule über 5–8 min gefüllt. Danach ist eine Besserung der Symptome bei einem Teil der Patienten zu erwarten. Die Wirkung(sweise) ist unklar, keine Langzeitwirkung, allenfalls eine kurzfristige Wirkung bei ungefähr 20 % der Patienten.
2×/Woche 300 mg in 50 ml, kann auch mit dem Anticholinergikum Oxybutinin kombiniert werden. Indiziert bei verminderter Permeabilität des Urothels, v. a. bei positivem Kalium-Instillationstest.
Im Verlauf können die Dosierungsintervalle nach Ansprechen der Therapie deutlich gesteigert werden (Erhaltungstherapie).
40 mg in 50 ml, zunächst 1×/Woche. Im Verlauf können die Dosierungsintervalle nach Ansprechen der Therapie deutlich gesteigert werden (Erhaltungstherapie).
Die Therapie ist sehr teuer, eine Instillation kostet über 200 Euro (Stand 4/2007). Es existieren keine randomisierten Studien zur Dokumentation der Wirksamkeit.
3×/Woche 10 000 IE in 10 ml, Einwirkdauer 1 h. Das Heparin vermindert die Permeabilität des Urothels. In 50 % Ansprechen der Heparintherapie, dann kann die Instillationsfrequenz reduziert werden.
DMSO, Lidocain und Dexamethason (ggf. mit Iontophorese, ggf. gefolgt von einer Harnblasendehnung ohne Narkose), Injektionen von Botulinum-Toxin.
Resektion oder Koagulation der Hunner-Ulcera, mit Schlinge oder Laser. Initial gute Verbesserung, aber hohe Rezidivfrequenz in 1–3 Jahren. Keine prospektiven Studien vorhanden.
Mittel der letzten Wahl nach erfolgloser konservativer Therapie.
Erhalt des Trigonums und Rekonstruktion der Harnblase mit Darm. Die Erfolgsraten liegen um die 50 %, nicht selten ist später eine komplette Zystektomie notwendig.
Empfohlen wird die Harnblasenaugmentation bei Harnblasenvolumina unter 250 ml in Narkose, in dieser Gruppe profitiert ein hoher Anteil der Patienten.
Alternative zur Harnblasenaugmentation. Vorteilhaft ist die komplette Harnblasenentfernung als mögliche Symptomquelle, nachteilig ist die Notwendigkeit der Harnleiter-Darm-Anastomose.
Umstritten ist die Möglichkeit der IC, den Pouch oder die Neoblase zu befallen. Toxische Substanzen im Urin als Krankheitsursache könnten dafür verantwortlich sein. Nicht alle Patienten erreichen Schmerzfreiheit nach kompletter Zystektomie und kontinenter Harnableitung (persistierende Becken- oder Pouchschmerzen).
bessert subjektive und objektive Symptome, bisher nur kleine Studien mit kurzer Nachbeobachtung.
wenig Daten sind verfügbar. Als Monotherapie allenfalls bei Pollakisurie ohne Schmerzen anwendbar. Manche Autoren sprechen jedoch von zufriedenstellenden Ergebnissen (Halbierung der Miktionszahl, Erhöhung der funktionellen Harnblasenkapazität).
führt teilweise zu einer symptomatischen Verbesserung ohne Veränderung der objektiven Parameter.
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Dr. med. Dirk Manski
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