0,6-1,5 mg/dl (50-130 μmol/l).
als Einzelwert hat die Konzentration des Kreatinins im Urin keine Bedeutung. Die Kreatininausscheidung pro Tag liegt zwischen 1-2,5 g/24h.
Kreatin ist eine organische Säure, die zur Versorgung der Muskeln in Form von Kreatinphosphat mit Energie beiträgt. 1-2% des Kreatins wird pro Tag in Kreatinin [Abb. Strukturformel des Kreatinins] umgewandelt und als Endprodukt des Muskelstoffwechsels ausgeschieden.
Die renale Ausscheidung erfolgt in Abhängigkeit der glomerulären Filtrationsrate (ohne Sekretion oder Resorption). Da die Muskelmasse intraindividuell i.d.R. relativ konstant bleibt, ist die Serumkonzentration des Kreatinins ein guter Marker für die Nierenfunktion. Die Serumkonzentration von Kreatinin hängt aber auch von Faktoren wie Trinkmenge, körperliche Aktivität, Lebensalter und Geschlecht ab.
Einen Schätzwert der Kreatininclearance (nach Cockroft und Gault) in Abhängigkeit der Kreatinin-Serumkonzentration (mg/dl), Geschlecht (Faktor F=72 für Männer und F=85 für Frauen), Gewicht und Alter liefert folgende Formel:
![]() |
Kreatininclearance nach Cockroft |
Genauer kann die Kreatinin-Clearance mit Hilfe eines 24h-Sammelurin bestimmt werden. Dazu werden folgende Laborparameter benötigt:
Mit Hilfe o.g. Laborparameter kann mit folgender Formel die Kreatinin-Clearance (ClKrea) ausrechnen:
![]() |
Kreatininclearance mit 24h Urin |
Folgende Situationen führen zu niedrigen Kreatinin-Konzentrationen und können das Ausmaß einer Nierenfunktionsstörung unterschätzen:
| Elektrolyte | Inhalt | CRP + BSG |
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Dr. med. Dirk Manski
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