| Diese Webseite durchsuchen: |
Benutzerdefinierte Suche
|
Zusammenfassende Literatur: .(Poppel u.a., 2011).
Siehe allgemeine Indikationen zur Nierenteilresektion. Die laparoskopische Nierenteilresektion ist für günstig gelegene Nierentumoren in ausgewählten Situationen geeignet. Bei hilusnahen oder tief infiltrierenden Nierentumoren ist eine erhebliche technische Expertise von Nöten, um eine lange Ischämiezeit bei der laparoskopischen Resektion und Rekonstruktion zu vermeiden. Die zu tolerierende warme Ischämiezeit für die Niere ist je nach Autor unterschiedlich, sie sollte 30 min nicht überschreiten.
Komplizierte Nierentumorlokalisation mit Gefahr einer langen Ischämiezeit (in Abhängigkeit der Expertise des Operateurs). Gerinnungsstörungen.
![]() |
Zur Verbesserung der intraabdominellen Übersicht sollte am präoperativen Tag die Ernährung auf klare Flüssigkeiten (Wasser, Säfte, Brühe) beschränkt werden. Zusätzlich Einlauf am Abend vor der Operation.
Perioperativ werden Magensonde und Dauerkatheter gelegt. Perioperative Antibiotikaprophylaxe bei Risikofaktoren für eine Wundinfektion. Einlage einer DJ-Harnleiterschiene bei geplanter Eröffnung der Nierenbeckenkelchsystems.
Lagerung des Patienten auf einer Vakuummatratze mit abgeschwächter Seitenlagerung. Gute Fixierung des Patienten, um eine Kippung des Patienten in alle Richtungen zu ermöglichen.
Der laparoskopische Zugang zur Nierenteilresektion ist bei ventral und medial gelegenen Nierentumoren indiziert. Zur Technik siehe Abschnitt laparoskopische Nephrektomie.
Der retroperitoneoskopische Zugang zur Nierenteilresektion ist bei dorsal und lateral gelegenen Nierentumoren indiziert. Zur Technik siehe Abschnitt retroperitoneoskopische Nephrektomie.
Darstellung der Hilusgefäße. Eröffnung der Gerotafaszie und zirkuläre Präparation der Tumor-Parenchymgrenzen. Günstig gelegene Tumoren werden ohne Ischämie entfernt, eine gute Hämostase bei der Resektion ist durch ein Ultraschallskalpell erreichbar [Abb. laparoskopische Nierenteilresektion]. Ansonsten wird nach Inzision der Tumor-Parenchymgrenzen eine Ischämie mit Hilfe einer laparoskopischen Gefäßklemme oder Bulldog-Klemme etabliert und zügig die Nierenteilresektion durchgeführt. Das eröffnete Hohlsystem wird übernäht. Danach Freigabe der Ischämie und Optimierung der Hämostase mit bipolarer Koagulation und durchgreifenden Parenchymnähten.
Hämostyptika (Markenprodukte wie Floseal, Tachosil, Surgiflo...) können die Hämostase unterstützen, durchgreifende Nähte überflüssig machen und die Operation vereinfachen.
Der Nierentumor wird mit Hilfe eines Bergebeutels nach kleiner Erweiterung einer Trokarposition geborgen und zur Schnellschnittuntersuchung gesendet. Einlage einer Robinsondrainge durch einen 5 mm Trokar.
Prinzipiell besteht das gleiche Komplikationsspektrum wie bei der offenen Nierenteilresektion: Blutung und Nachblutung, Infektion, Urinom, postoperative Niereninsuffizienz. Die laparoskopische Technik reduziert die zugangsbedingten Komplikationen. Bisherige retrospektive Vergleiche fanden eine längere intraoperative Ischämiezeit und vermehrt intra- und postoperative Komplikationen im Vergleich zur offenen Technik (Gill u.a., 2003). Es bleibt abzuwarten, ob die Verbesserung der laparoskopischen Technik und die Zunahme der technischen Expertise auch die Komplikationen reduzieren kann.
| Nierenteilresektion | Inhalt | Lap. Nephrektomie |
Sie haben nicht gefunden, was Sie suchen?
Mit nachstehender Google-Suchmaske können Sie diese Internetpräsenz durchsuchen:
Letzte Aktualisierung
Dr. med. Dirk Manski
man...@urologielehrbuch.de
Aufgrund zahlreicher E-Mail Anfragen bezüglich der Diagnose und Therapie urologischer Krankheiten habe ich ein Urologie-Forum eingerichtet, in welchem Sie anonym Fragen stellen können, welche von mir beantwortet werden. Bitte verzichten Sie auf zukünftige Anfragen per E-Mail und benutzen Sie das Forum.