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Lokal begrenztes (nicht metastasiertes) Prostatakarzinom. Die Lebenserwartung sollte mindestens 10–15 Jahre betragen, je nach Differenzierung. Ausführliche Darstellung der Therapieoptionen siehe Ausführliche Darstellung der Therapieoptionen siehe Kapitel Prostatakarzinom.
Darstellung der Technik modifiziert nach (Türk u.a., 2001) (Guillonneau und Vallancien, 2000b) (Guillonneau und Vallancien, 2000a).
zur Verbesserung der intraabdominellen Übersicht sollte am präoperativen Tag die Ernährung auf klare Flüssigkeiten (Wasser, Säfte, Brühe) beschränkt werden. Zusätzlich Einlauf am Abend vor der Operation.
Perioperativ wird eine Magensonde gelegt. Perioperative Antibiotikaprophylaxe. Vollnarkose.
Rückenlage mit leichter lumbaler Überstreckung. Fixierung per Gurt über Brust, Becken und Waden bei angelagerten Armen, so dass eine Trendelenburg-Lagerung möglich ist. Desinfektion des Abdomens und steriles Abdecken. Einlegen eines DK.
Minilaparotomie für den Optiktrokar unterhalb des Nabels. Trendelenburg-Lagerung nach Anlage eines Pneumoperitoneums. 2 Arbeitskanäle 10 mm links und rechts latero-distal des Nabels, 2 Arbeitskanäle 5 mm links und rechts lateral der 10 mm Arbeitskanäle. Siehe Abb. Trokarpositionen für Prostatektomie.
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Trokarpositionen bei der laparoskopischen Prostatektomie: ein Optiktrokar (solider Punkt), zwei 10~mm Trokare (*), zwei 5~mm-Trokare (x). |
Peritoneuminzision entlang des Samenleiterverlaufes in den Douglas-Raum bds., die Inzision wird über die Mittellinie mit der Gegenseite vereinigt. Durchtrennung der Samenleiter unterhalb der Beckengefäßachse und Freilegung bis zu den Vesiculae seminales.
Die Samenblasen werden nach Inzision des umgebenden Bindegewebes entlang der Längsachse mobilisiert und die von lateral einstrahlende Blutversorgung durch Klips versorgt.
Der Assistent zieht mit den Samenleitern die Prostata nach kranial, dadurch spannt sich die Denovillier’sche Faszie unterhalb der Samenblasen auf. Die Denovillier’sche Faszie wird transversal unterhalb der Samenblasen durchtrennt. Mit dem Präparationstupfer kann die Prostata vom Rektum stumpf abpräpariert werden.
die Harnblase wird mit 200 ml H2O gefüllt und das parietale Peritoneum kranial der Harnblase inzidiert. Die Inzision wird beidseits bis zur Plica umbilicalis medialis erweitert, ohne diese zu durchtrennen. Der Urachus wird so kranial als möglich durchtrennt. Nach dem Auffinden des prävesikalen Raumes (Spatium retzii) wird die Harnblase von der Bauchwand gelöst und die Präparation nach kaudal bis zum Erreichen der endopelvinen Faszie fortgeführt. Die Apex der Prostata wird stumpf dargestellt.
Die Harnblase wird wieder entleert und der Assistent zieht mit dem Endoretraktor die Harnblase nach kranial. Die ventrale Fläche der Prostata wird von Fett gereinigt, oberflächliche Venen nach Koagulation durchtrennt.
Die endopelvine Faszie wird bds. lateral der Prostata eröffnet und die Beckenbodenmuskulatur von der Prostata abgeschoben. Laterale Anteile des puboprostatischen Ligaments werden bds. nach Koagulation durchtrennt. Der dorsale Venenplexus wird mit einer Durchstichligatur (Vicryl 1–0) versorgt.
durch Zug am Katheter erscheint deutlich die Grenze zwischen Harnblase und Prostata, dort wird die Harnblasenmuskulatur von der Prostata abpräpariert. Blutungen werden bipolar koaguliert (Alternativ: Ultraschallskalpell). Nach Eröffnung der Harnblase wird der Katheter entblockt, vom Assistenten gegriffen und zur Symphyse gezogen.
Soweit übersichtlich wird die Präparation des Harnblasenhalses nach lateral fortgeführt. Die posteriore Wand des Blasenhalses wird nach Identifikation der Ostien inzidiert. Die Präparation wird streng nach posterior fortgeführt, bis die bereits präparierten Samenblasen- und leiter sichtbar werden.
Der Assistent greift die Samenblasen und -leiter und zieht sie gen Symphyse. Nun straffen sich lateral die beiden Prostatapedikel.
die angespannten Prostatapedikel werden zwischen Klips schrittweise durchtrennt (Alternativ Ultraschallskalpell). Ein geblockter Katheter im Rektum hilft bei der Orientierung.
die Präparationsrichtung bei Durchtrennung der Prostatapedikel ist initial streng nach lateral entlang des Harnblasenhalses, dann allmählich nach distal dorsal abbiegend um tangential entlang des N. cavernosus zu präparieren.
Das Nerven-Gefäßbündel liegt lateral der Pedikelgefäße von einer dünnen Fettlamelle umgeben. Die Präparation wird so weit als möglich nach apikal durchgeführt.
der Plexus Santorini wird mit ausreichendem Abstand von der Ligatur tangential zur Prostataoberfläche durchtrennt, so dass die Apex mit Harnröhrenübergang dargestellt werden kann.
Die Harnröhre wird mit der Schere eröffnet, der DK entfernt und danach die hintere Wand der Harnröhre durchtrennt. Die fehlende Prostatapräparation wird vollendet, die mobilisierte Prostata wird in einem Bergebeutel in der Fossa iliacae zwischengelagert.
Nahtmaterial Vicryl 3–0 mit 5/8 oder 3/8 Nadel und 25 cm Fadenlänge.
Die ersten beiden Nähte werden bei 5 Uhr und 7 Uhr vorgelegt und dann geknüpft.
Einlage eines Silikonkatheters 20 CH als Orientierungshilfe für die folgenden Anastomosennähte. Es folgen Nähte bei 4, 8, 2 und 10 Uhr.
Die letzten Nähte bei 11 und 1 Uhr werden vorgelegt. Nach korrekter Katheterpositionierung und Blockung erfolgt das Knoten. Bei weitem Harnblasenhals wird im Sinne einer umgekehrten "tennis racket"-Naht der Harnblasenhals ventral verschlossen.
Die Anastomose wird mit einer Harnblasenfüllung geprüft (100 ml).
die Prostata wird über einen 10 mm Trokar nach Schnitterweiterung in Wechselschnitttechnik geborgen. Schichtweiser Wundverschluss.
Verringerung des Gasdrucks auf 5 mm Hg und Kontrolle der Hämostase. Über einen lateralen 5 mm Port wird eine Robinson-Drainage in das kleine Becken eingelegt. Faszienverschluss der 10 mm Arbeitskanälen.
frühzeitige Mobilisation. Thromboseprophylaxe, Heparin-Injektionen nur in die obere Extremität. Laborkontrollen (Hb). Wundkontrollen. Tumornachsorge.
Schmerzmittel nach WHO-Stufenschema, z. B. Metamizol und Tramadol.
erster pOP klare Flüssigkeiten, zweiter pOP fettarme Diät, dritter Tag Vollkost. Laktulose zur Stuhlerweichung.
Drainagen 1–2 Tage. Bei vermehrter seröser Sekretion Bestimmung des Kreatinins aus der Drainageflüssigkeit vor Entfernung der Drainage.
Katheterentfernung nach 7 Tagen, vorher Prüfung der Dichtigkeit mit einem MCU.
Prinzipiell sind die gleichen Komplikationen wie bei der retropubischen oder endoskopischen radikalen Prostatektomie zu erwarten, siehe Kapitel retropubische radikale Prostatektomie.
Der Vorteil der laparoskopischen Technik liegt in der besseren Visualisierung des Operationssitus durch die Vergrößerung der Kamera und durch den erhöhten Arbeitsdruck im Abdomen, welcher zu einer geringeren Blutungskomplikation führt. In der Tendenz eine geringere Transfusionsrate, geringere Schmerzen, schnellere Rekonvaleszenz und weniger Lymphozelen. Problematisch ist das intraperitoneale Vorgehen mit der Gefahr von Darmkomplikationen.
Ob eine Nervenschonung laparoskopisch gleichwertig durchführbar ist, bleibt abzuwarten. Leider fehlen prospektive vergleichende Studien zwischen offener und laparoskopischer Operationstechnik.
| lap. pelvine Lymphadenektomie | Inhalt | Perineale Prostatektomie |
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Dr. med. Dirk Manski
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