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Ein durch Energie angeregtes Atom kann durch den Kontakt eines Photons die zuvor zugeführte Energie in Form eines weiteren Photons abgeben, wenn die Energiedifferenz der beiden Photonen genau der Differenz zwischen angeregtem Atom und dem Atom in Ruhe entspricht (genaueres siehe Lehrbücher der Quantenphysik). Das zusätzliche Photon hat die gleichen Charakteristika (Richtung, Energie) wie das auslösende Photon, so dass ein Laserstrahl mit engem Frequenzspektrum und einer Parallelität der Strahlung entsteht.
Die technische Umsetzung des Lasers bedient sich meist eines Mediums (Gas, Flüssigkeit oder Kristall), welches mit Energie angeregt wird. Wenn nun Photone mit passender Energie auf dieses angeregte Medium einwirken, werden zusätzliche Photone freigesetzt und es entsteht eine Verstärkung des Photonenstrahls. Da die meiste Energie in Form von Wärme freigesetzt wird, benötigen Laser mit hoher Energie ausgeklügelte Kühlungsmechanismen.
Als Medium wird ein Neodym-dotierter Yttrium-Aluminium-Garnet-Kristall verwendet, die Wellenlänge des Laserstrahls beträgt 1064 nm (infrarotes Licht). Da dieses Licht relativ schlecht von Wasser oder Körperpigmenten absorbiert wird, hat der Nd:YAG-Laser eine relativ große Eindringtiefe in Gewebe, in denen eine thermische Koagulationsnekrose mit guter Blutstillung entsteht. Bei sehr hoher Energie des Lasers kann jedoch durch eine Oberflächenkarbonisierung eine Limitierung der Eindringtiefe und eine Vaporisation des Gewebes erreicht werden.
Als Medium wird ein Holmium-dotierter Yttrium-Aluminium-Garnet-Kristall verwendet, die Wellenlänge des gepulsten Laserstrahls beträgt 2100 nm (infrarotes Licht). Der Laserstrahl wird in Wasser und Gewebe gut absorbiert, am Gewebe erzeugt er durch Vaporisation eine gute Schneidwirkung. Die Koagulationstiefe beträgt ungefähr 2–3 mm.
Als Medium wird ein Kalium-Titanyl-Phosphat-Kristall verwendet, die Wellenlänge des Laserstrahls beträgt 532 nm (grünes Licht, doppelte Frequenz des Nd:YAG-Lasers). Der Laserstrahl wird hat im Vergleich zum Nd:YAG-Laser besser im Gewebe absorbiert und ermöglicht eine Vaporisation des Gewebes.
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Dr. med. Dirk Manski
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