Entfernung einer Niere ohne Gerota-Fettkapsel, Nebennieren, Harnleiter oder Lymphknoten, im Gegensatz zur Tumornephrektomie oder Nephroureterektomie.
funktionslose Niere mit Beschwerden wie Hämaturie, rez. Infektionen, Nephrolithiasis, Hydronephrose, Flankenschmerzen...
Die Kontraindikationen sind abhängig von der Grunderkrankungen (Operationsrisiko), der Nierenfunktion der Gegenseite und der Bedeutung der Nephrektomie für die Lebensqualität oder Lebenserwartung des Patienten.
perioperative Antibiotikaprophylaxe bei Risikofaktoren für eine Wundinfektion. Perioperativer Dauerkatheter. Periduralkatheter.
Lagerung des Patienten in Flankenlagerung auf einer Vakuummatratze mit Aufklappen des Operationstisches zur Lateralflexion der Lendenwirbelsäule.
schräger interkostaler Flankenschnitt zwischen 11. und 12. Rippe unter Schonung des N. subcostalis. Stumpfe Präparation der Schicht zwischen Gerotafaszie und M. psoas. Abschieben des Peritoneums von der Gerotafascie, oft kann so die Nierenvene gleich dargestellt werden.
Aufsuchung des Harnleiters mit Unterbindung, Mobilisation des Unterpols aus der Fettkapsel der Niere. Entlang des Harnleiters wird der Nierenhilus aufgesucht. Die Hilusgefäße werden mit Overholts gefasst, nach zentral werden 2 Klemmen angelegt. Die Hilusgefäße werden durchtrennt und nach zentral doppelt ligiert, davon 1 Durchstechung. Verwendung von dickem Fadenmaterial (Vicryl 0) ohne Durchstechung bei brüchigen Arterien mit Arteriosklerose.
die Niere wird nun komplett aus der Fettkapsel gelöst und entfernt.
die Mobilisation der Niere nach Abschieben des Peritoneums erfolgt mit der Gerota-Fettkapsel. Die Schicht zwischen Nebenniere und Fettkapsel wird durchtrennt, nun kann der Nierenhilus von kranial oft gut dargestellt werden. Unterbindung der A. renalis und der V. renalis.
Bei benigner Indikation zur Nephrektomie sind Verwachsungen zwischen dem Nierenparenchym und der Fettkapsel häufig. Die Nephrektomie in der Schicht der Tumornephrektomie ist dann einfacher.
das Organparenchym wird von der Organkapsel abpräpariert und die Organkapsel verbleibt im Körper. Diese Operationstechnik ist nur bei extremen Verwachsungen mit Gefahr der Nachbarorganverletzung indiziert, z. B. bei Entfernung von funktionslosen Transplantatnieren.
die Drainierung der Nierenloge wird häufig durchgeführt, ist jedoch bei der unkomplizierten Nephrektomie wahrscheinlich nicht notwendig.
frühzeitige Mobilisation. Intensive Atemtherapie. Thromboseprophylaxe. Laborkontrollen (Hb, Kreatinin). Wundkontrollen. Tumornachsorge bei malignem Tumor.
idealerweise über einen Periduralkatheter. Zusätzlich Schmerzmittel nach WHO-Stufenschema, z. B. Metamizol und Tramadol.
Blutung, Infektion, Leber- oder Milzverletzung (Splenektomie), paralytischer Ileus, Darmverletzung, Peritonitis, Pankreasschwanzverletzung mit Ausbildung einer Pankreasfistel, Pneumothorax, Bauchwandschwäche/Narbenhernie, Nervenverletzung, Chylusfistel durch Verletzung von intestinalen Lymphgefäßen.
| Kopfläuse Filzläuse | Inhalt | Tumornephrektomie |
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Dr. med. Dirk Manski
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