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Zusammenfassende Literatur: (Bassignani, 2006).
Gegenüber der CT-Untersuchung bietet die MRT-Untersuchung einen höheren Weichteilkontrast ohne Notwendigkeit einer Kontrastmittelgabe. Dies ist insbesondere vorteilhaft bei Untersuchungen der Beckenorgane, bei Raumforderungen der Nieren, Nebennieren, Hoden oder des Penis. Die MRT-Untersuchung ist indiziert bei einer Kontrastmittelallergie und als Folgeuntersuchung nach einer Computertomographie mit unklaren tumorösen Läsionen der Urogenitalorgane.
Die MRT-Untersuchung ist indiziert bei der Bildgebung des Harntrakts von Kindern oder Schwangeren, da keine Strahlenexposition notwendig ist. Die MRT-Untersuchung mit Kontrastmittel kann das Urogramm komplett ersetzen.
Seltene Indikationen existieren bei V. a. Penisfraktur und zur Darstellung des abdominellen Gefäßsystems (MR-Angiographie).
Nachteile gegenüber der Computertomographie sind längere Untersuchungszeiten mit höherer Bewegungsunschärfe.
Patienten mit eisenhaltigen ferromagnetischen Implantaten, Schrittmacher mit Implantation vor 2000, sehr kranke oder intensivpflichtige Patienten, Patienten mit Klaustrophobie.
die MRT-Untersuchung nutzt die Kernspinresonanz (engl. nuclear magnetic resonance, Abk. NMR). Protonen sowie Neutronen haben einen Eigendrehimpuls (Spin), dies bewirkt, dass Atomkerne ein magnetisches Moment erhalten. Die Anlage eines komplexen Magnetfeldes zusammen mit einer Kurzwellen-Strahlung und deren Abschaltung ermöglicht die Detektierung eines Radiosignals der beeinflussten Atomkerne. Das Radiosignal ist abhängig von den verschiedenen Gewebeeigenschaften wie z. B. dem Wassergehalt und der Art der Messung (T1 oder T2- gewichtete Untersuchungen). Um die Signale den einzelnen Volumenelementen (Voxel) zuordnen zu können, wird mit abgestuften Magnetfeldern (Gradientenfeldern) eine Ortskodierung erzeugt. Die Signalstärke der Voxel wird in Grauwerten kodiert abgebildet.
es gibt keine Normwerte (vergleichbar den Hounsfield-Units) für bestimmte Gewebetypen. Die Bildinterpretation stützt sich auf den Gesamtkontrast, der Art der Messung (T1 oder T2- gewichtete Untersuchungen) und die Signalunterschiede zwischen den Geweben. Richtige Nomenklatur: "hell" ist hyperintens, "dunkel" ist hypointens.
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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