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Zusammenfassende Literatur Nierensteine: (Coe u.a., 2005) (Moe, 2006) (Tiselius u.a., 2001).
typischerweise plötzlich eintretende Flankenschmerzen, kontinuierlich oder wechselnd in der Intensität.
kolikartiger (durch Dehnung des Nierenbeckens) oder konstanter (durch Dehnung der Nierenkapsel bei Obstruktion) Flankenschmerz.
kolikartiger oder konstanter Flankenschmerz mit Ausstrahlung in den Unterbauch.
kolikartiger oder konstanter Schmerz in der Flanke, mit Ausstrahlung in den Unterbauch, Hodensack oder große Schamlippe mit Hyperästhesie. Weiterhin Pollakisurie durch eine Blasenirritation aufgrund des prävesikalen Steines.
Harnstau, Fornixruptur, Urinom, Fieber, Urosepsis, infizierte Hydronephrose, Nierenabszess, Funktionsverlust der Niere und Niereninsuffizienz.
(Mikro- oder Makro-)Hämaturie, Kristallurie im Urinsediment.
In der Sonographie sind Harnsteine mit einem echogenen Reflex mit dorsalem Schallschatten zu erkennen [Abb. Sonographie Nierenstein]. Mit Hilfe der Sonographie können Steine in der Niere und im proximalen Harnleiter diagnostiziert werden. Bei ausreichender Harnblasenfüllung können prävesikale Harnsteine detektiert werden [Abb. Sonographie prävesikaler Ureterstein].
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Sonographie eines unteren Kelchsteins in zwei Ebenen mit echogenem Reflex und dorsalem Schallschatten. |
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Sonographie der Harnblase mit einem prävesikalem Harnleiterstein links (Pfeil). |
Die CT-Untersuchung verdrängt zunehmend das Urogramm in der Diagnostik der Nierenkolik [Abb. 2.17]. Neben der zuverlässigen Erfassung von Nephrolithiasis und Harnstau können viele differentialdiagnostisch wichtige Erkrankungen wie Cholelithiasis, Ulkusperforation, Ileus, Divertikulitis u. v. m. erfasst werden. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Vermeidung von Kontrastmittel. Die Strahlendosis kann bei der Fragestellung nach Nephrolithiasis deutlich reduziert werden.
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Abbildung 2.17: CT-Abdomen nativ (frontale Rekonstruktion): großer linksseitiger mittlerer Harnleiterstein in Höhe der Gefäßkreuzung mit massivem Harnstau. Mit freundlicher Genehmigung, Dr. G. Antes, Kempten. |
Das Urogramm war früher Mittel der Wahl zum Nachweis einer Nephrolithiasis [Abb. 2.14 und 2.15]. Keine Durchführung der Untersuchung während Koliken, da die Gefahr einer Fornixruptur durch die verstärkte Diurese besteht [Abb. 2.16].
in der Nativaufnahme (Röntgen-Abdomen) röntgendichte Verschattungen in Projektion auf die Harnwege. 10–20 min nach KM-Gabe verzögerte KM-Ausscheidung und erweitertes NBKS (Harnstau). Auf den Spätbildern 1–2 h nach KM-Gabe Kontrastierung des Harnleiters bis zum Harnleiterstein, bei nicht-schattengebenden Harnleitersteinen mit Füllungsdefekt. Selten Fornixruptur mit Extravasation.
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Abbildung 2.14: distaler Harnleiterstein: Urogramm: Füllungsdefekt im distalen Harnleiter als Zeichen eines nicht-schattengebenden Harnleitersteins. |
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Abbildung 2.15: proximaler Harnleiterstein Urogramm: proximaler Harnleiterstein links mit Harnstau II. Grades. Aufgrund der Flankenschmerzen wurde 2 Wochen zuvor eine Barium-Untersuchung des Dickdarms durchgeführt. |
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Die retrograde Pyelographie ist indiziert bei zweifelhaften Befunden in der Sonographie und Urographie, weiterhin auch vor endoskopischer Therapie.
wird bei jedem Pat. mit Erstdiagnose einer Nephrolithiasis durchgeführt.
Steinanamnese, Ernährung, Medikamente, Familienanamnese.
Urinsediment und Urinkultur, Urin-pH.
Nierenwerte, Harnsäure, Natrium, Kalium, Calcium.
indiziert bei hohem Risiko für ein Rezidiv (siehe Tab. 3.1) oder bei pathologischen Befunden in der Basisdiagnostik. Die erweiterte Diagnostik sollte idealerweise im steinfreien Intervall durchgeführt werden.
| Hochrisikogruppe für Rezidivnephrolithiasis | |
| Anamnese | Mehr als 3 Rezidive in 3 Jahren, Kinder und Jugendliche, positive Familienanamnese |
| Bildgebung | Einzelniere, residuale Steinfragmente nach Therapie, Nephrokalzinose, bilateral große Steinlast |
| Steinarten | Infektsteine, Brushitsteine, Harnsäuresteine, Xanthinsteine |
| Gene | Zystinurie (Typ A, B und C), primäre Hyperoxalurie, renale tubuläre Azidose Typ I, APRT (Adenin Phosphoribosyltransferase)-Defizienz, Xanthinoxidase-Defizienz, zystische Fibrose |
| Weitere Erkrankungen | Hyperparathyreoidismus, gastrointestinale Erkrankungen wie Morbus Crohn, Malabsorption, Kurzdarmsyndrom oder Kolitis |
über einen Tag wird bei jeder Miktionsportion der pH-Wert bestimmt. Konstante pH-Werte über 7 sprechen für eine bakterielle Infektion. Konstante pH-Werte über 5,8 sind typisch für eine renale tubuläre Azidose. Konstante pH-Werte unter 5,8 finden sich bei einer Säurestarre und führen zu Harnsäuresteine.
Harnstoff, Harnsäure, Kreatinin, Kalzium, Phosphat, Vit. D3 und Parathormon.
| Nierensteine (1/3) | Inhalt | Nierensteine (3/3) |
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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