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Zusammenfassende Literatur: (Sökeland et al., 2000).
Die perkutane Nephrostomie steht in Konkurrenz zur inneren Harnleiterschienung, die Vor- und Nachteile müssen für jede klinische Situation gegeneinander abgewogen werden:
Zur Anwendung kommen zentral offene Nephrostomie-Katheter, welche im Vergleich zu transurethralen Katheter etwas kürzer sind. Zur Anlage einer Nephrostomie werden häufig 1-Weg-Katheter aus Polyurethan mit Einrollende verwendet (Pigtail-Katheter), diese müssen an der Haut mit einem Faden fixiert werden. 1-Weg-Nephrostomien sind in Dicken zwischen 6–12 Ch erhältlich. Besser geeignet für die langfristige Nephrostomie-Versorgung sind 2-Wege-Katheter aus Silikon mit Ballonblockierung und kurzer zentral-offener Katheterspitze. Silikon-Nephrostomien sind in Dicken zwischen 10–24 Ch erhältlich.
Bauch- oder Seitenlage. Sonographisch gesteuerte Punktion des dorsalen unteren Kelchs mit einer Hohlnadel und Einlage eines starren Arbeitsdrahtes (Lunderquist-Draht). Über die dorsale Kelchgruppe kann das Nierenbecken einfach erreicht werden, in Bauchlage muß die Nadel um 20–30 Grad von der Senkrechten nach Lateral geneigt werden [Abb. Punktion der Niere]. Aufbougierung entlang des Arbeitsdrahtes, danach wird über den Arbeitsdraht der Nephrostomie-Katheter (initial 8–12 Ch) bis in das Nierenbecken vorgeschoben. Die radiologische Kontrolle der Arbeitsschritte ist sinnvoll.
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Abbildung 1.2: Punktion der Nierenbeckenkelchsystem bei der PCN: Schematische Darstellung der Winkel für die Punktion der dorsalen Kelchgruppe bei der PCN: die Nadel muß um 20–30 Grad nach lateral gekippt werden, um einem Zugang durch die dorsale Kelchgruppe in das Nierenbecken zu erreichen. Die Punktion einer lateralen Kelchgruppe in diesem Winkel ermöglicht nicht den Zugang in das Nierenbecken. |
Dislokation, Inkrustation mit Verstopfung, Blutung, Infektion, sehr selten Verletzung von Nachbarorganen (Pneumothorax, Ureter, Kolon, Duodenum, Leber, Milz).
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Dr. med. Dirk Manski
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