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Zusammenfassende Literatur Neuroblastom: (Koyle u.a., 2001).
Maligner embryonaler Tumor bei Kindern ausgehend von Zellen des Nebennierenmarks oder des Grenzstranges.
Häufigster extrakranieller Tumor der Kinder (10 % aller Kindertumoren). Inzidenz 1/100 000. 75 % der Tumoren entstehen vor dem 4. Lebensjahr, medianes Erkrankungsalter 21 Monate.
der Verlust des kurzen Armes von Chromosom 1 und die Expression von myc-Onkogen bedeutet eine schlechte Prognose. Eine Aneuploidie (nummerische Chromosomenaberration) des Tumors geht mit einer guten Prognose einher.
viele Neuroblastome zeigen eine spontane Regression und sind klinisch nicht bedeutsam. In Sektionsstudien werden kleinere Neuroblastome 40fach häufiger gefunden, als Kinder klinisch erkranken.
Prinzipielle Unterscheidung in Ganglioneurome, Ganglioneuroblastome und Neuroblastome.
75 % der Tumoren wachsen retroperitoneal aus der Nebenniere oder den Grenzstrangganglien. Seltener Wachstum an Hals, Thorax oder Becken.
70 % der Patienten haben bereits Metastasen bei Diagnosestellung.
nach dem Internationalen Neuroblastoma Staging System (INSS):
Makroskopisch inkomplett entfernter Tumor. Stadium 2A mit ipsilateralen negativen Lymphknoten, Stadium 2B mit ipsilateralen befallenen Lymphknoten.
Nicht resezierbarer Tumor mit Übertreten der Mittellinie oder kontralateral befallene Lymphknoten.
Lokalisierter Primärtumor Stadium 1 bis 2B, Metastasierung limitiert auf Haut, Knochenmark unter 10 % und Leber bei Kindern unter 1 Jahr. Knochenszintigraphie makroskopisch ohne Metastasennachweis.
Bauchschmerzen, abdomineller Tumor
Zeichen der Metastasierung: Knochenschmerzen, Husten, Atemnot, neurologische Defizite durch Spinalkanalinfiltration.
Symptome durch Kompression: Harnverhalt, Obstipation, Atemnot.
Paraneoplastische Symptome: Paroxysmale Hypertension, Herzklopfen, Kopfschmerzen durch Katecholaminfreisetzung. Wässriger Durchfall und Hypokaliämie durch Sekretion von VIP (vasoaktives intestinales Peptid). Myoklonien, Augenunruhe und Ataxie durch paraneoplastische Antikörper.
Nachweis von Katecholaminen oder Vanillinmandelsäure gelingt bei über 90 % der Patienten.
Sonographie, CT oder besser MRT zur Darstellung des abdominellen Tumors. CT-Thorax und Knochenszintigraphie zum Staging.
Basierend auf Urinfilter-Reihenuntersuchungen können deutlich mehr Neuroblastome identifiziert werden. In prospektiv kontrollierten Studien konnte jedoch der Anteil der fortgeschrittenen Neuroblastome und die Mortalität nicht gesenkt werden (Woods u.a., 2002). Dies wird mit der Detektion von klinisch unbedeutsamen Neuroblastomen erklärt, welche eine natürliche Regression zeigen.
Die Therapie erfolgt nach Risikogruppen, welche gemäß dem Tumorstadium, der Histologie und den biochemischen Markern stratifiziert wird.
zunächst erfolgt die chirurgische Entfernung des Primärtumors. Eine adjuvante Chemotherapie ist bei Stadium 2 und 4S, bei Expression von myc-Onkogen oder bei ungünstiger Histologie nach Shimada notwendig.
nach neoadjuvanter Chemotherapie wird der Primärtumor entfernt. Die weitere Therapie richtet sich nach dem klinischen Erfolg.
mehrere Kombinationen, oft in Verbindung von autologen Knochenmarktransplantationen, werden mit hohen Ansprechraten angewendet.
Szintigraphische Therapie mit Jod-131-MIBG, Bestrahlung von Resttumoren.
Kinder unter 1 Jahr haben eine bessere Prognose.
eine extraadrenale Lokalisation ist günstiger.
Stadium 1, 2 und 4S haben eine sehr gute Prognose (75 % bis 90 %).
Kinder im Stadium IV haben in 70–80 % ein Rezidiv in 2 Jahren.
| Nebennierenrindenkarzinom | Inhalt | Tuberöse Hirnsklerose |
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Dr. med. Dirk Manski
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