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Zusammenfassende Literatur Nierenarterienstenose: (Safian und Textor, 2001) (Textor und Wilcox, 2001).
Hypokaliämie (in 20 %), Kreatinin erhöht, Renin erhöht (80 % Sensitivität und Spezifität, wenn antihypertensive Medikamente pausiert wurden).
Urin: milde Proteinurie.
Vorteile der Doppler-Sonographie sind die fehlende Invasivität, die niedrigen Kosten und die Blutdruckmedikation muss nicht pausiert werden. Die Doppler-Sonographie ist in 10–20 % falsch negativ.
renaler PSV/aortaler PSV >3,5 zeigt eine hochgradige Stenose an (Voraussetzung: normaler Fluss in der Aorta).
ein RI >80 % ist prädiktiv für starke Organschädigung, ein RI <80 % ist prädiktiv für eine Blutdruckbesserung nach Revaskularisation.
Renin steigt 1 h nach Captopril-Gabe (25 mg) deutlich an, ACE-Hemmer müssen davor 1 Woche pausiert werden. Der Test besitzt eine niedrige Sensitivität, aber eine hohe Spezifität und ist daher zum Ausschluss oder Bestätigung einer Nierenarterienstenose geeignet.
Durchführung eines Nierenfunktionsszintigramms vor und 1 h nach Gabe von Captopril 25 mg p.o. oder Enalapril 0,04 mg/kg KG i. v. Vor dem Test ist 1 Woche Pause von ACE-Hemmern obligat. Pathologische Befunde sind eine verminderte unilaterale oder bilaterale Funktion im Vergleich zum Ausgangswert, Größenunterschiede als Zeichen der Organatrophie, verzögerte maximale Sekretion (>11 min), kortikale Retention des Radionuklides. Der Test zeigt eine 90 % Sensitivität und Spezifität für das Vorliegen einer hämodynamisch bedeutsamen Stenose, 80 % Richtigkeit der Vorhersage der Blutdruckbesserung nach Therapie.
minütliche Aufnahmen in den ersten 5 min: das KM wird auf der betroffenen Seite verzögert ausgeschieden, Größendifferenz der Nieren >1,5 cm. Das Urogramm hat in der heutigen Diagnostik keine Bedeutung mehr.
alternativ zur invasiven Angiographie.
Nachteile: hohe KM-Menge, Stenosen in kleineren Arterien können nicht identifiziert werden.
alternativ zur invasiven Angiographie. Nachteile: KI bei Metallimplantaten, Stenosen in kleineren Arterien können nicht identifiziert werden, teuer.
Goldstandard der Bildgebung. Es besteht die Möglichkeit der zeitgleichen Therapie. Nachteilig ist die Invasivität (Hämatom, Embolie, Thrombose, Dissektion), die KM-Gabe und die hohen Kosten.
kann das Ausmaß der ischämischen Schädigung darlegen und den Therapieerfolg einer Revaskularisation vorhersagen.
die Kompression der Niere durch eine retroperitoneale Blutung oder durch retroperitoneale einschnürende Prozesse kann eine Reninfreisetzung und einen renalen Hypertonus produzieren (Paget-Niere). Die Kompression kann auch durch eine Nierenzyste erzeugt werden.
Reninfreisetzung in den ischämischen Arealen des Cortex distal von Pyelonnarben durch vesikoureteralen Reflux kann einen Hypertonus erzeugen (Ask-Upmark-Niere).
angeborene Hypoplasie oder Dysplasie, Bestrahlungsschaden der Niere, reninproduzierende Tumoren (Nierenzellkarzinom, Wilms-Tumor).
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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