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Zusammenfassende Literatur Nierenteilresektion: (Novick, 2002).
falls technisch möglich: Nierentumoren bei Einzelnieren, bei bilateralen Tumoren, bei Niereninsuffizienz, bei hereditärem Nierenzellkarzinom.
falls technisch möglich, sollte die organerhaltenden Nierenteilresektion bei T1-Tumoren durchgeführt werden. Retrospektive Vergleiche zwischen Tumornephrektomie und Nierenteilresektion bei T1-Tumoren zeigten eine bessere Prognose für die Nierenteilresektion. Dies wird mit einer Verminderung von kardiovaskulären Erkrankungen durch die bessere Nierenfunktion erklärt (Zini, 2009) (Weight, 2010).
Kelchdivertikel, Doppelanlage mit funktionslosem (oberem) Anteil, Echinokokkuszysten, ...
perioperative Antibiotikaprophylaxe. Perioperativer Dauerkatheter. Perioperative Magensonde. Periduralkatheter. Einlage einer DJ-Harnleiterschiene bei geplanter Eröffnung der Nierenbeckenkelchsystems.
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transperitonealer Zugang (Rippenbogenrandschnitt) oder lumbaler Zugang zur Niere, je nach Lage des Tumors. Aufsuchung des Harnleiters (anzügeln), von dort wird entlang der Vena cava (rechts) oder Aorta (links) nach kranial der Nierenhilus aufgesucht. Präparation der A. renalis mit Anzügeln. Präparation der V. renalis mit Anzügeln.
kleinere Tumoren werden ohne Ischämie abgetrennt. Bei größeren Tumoren ist die Präparation unter Ischämie sinnvoll. Die zu tolerierende warme Ischämiezeit für die Niere ist je nach Autor unterschiedlich, sie sollte 30 min nicht überschreiten. Für eine Ischämie wird entweder die Nierenarterie selektiv mit einer Bulldog-Klemme versorgt oder die Nierengefäße gemeinsam mit einer Satinsky-Klemme versorgt. Der ischämische Schaden soll bei selektiver KLemmung der A. renalis geringer sein. Bei der kalten Ischämie wird
Je nach Lage und Größe des Tumors werden Tumorenukleationen, Keilexzisionen, Polamputationen oder in seltenen Fällen ex vivo-Präparationen mit Autotransplantation durchgeführt. Der Sicherheitsabstand zum Tumor sollte 0,5 cm bis 1 cm betragen.
Die Entfernung des Tumors ohne Ischämie wird mit Koagulation (monopolar, bipolar) oder Ultraschall-Messer durchgeführt. Bei der Präparation mit Ischämie ermöglicht die scharfe und stumpfe Präparation ohne Koagulation eine bessere Visualisierung der Schichten. Sichtbare Blutungsquellen werden umstochen oder mit Klips versorgt. Das eventuell eröffnete Hohlsystem wird fortlaufend verschlossen. Nach Freigabe der Ischämie können gezielt Blutungen umstochen werden. Anschließend wird der Parenchymdefekt mit tief durchgreifenden Parenchymnähte geschlossen. Durch die fortlaufende Parenchymnaht entsteht eine gute Hämostase. Hämostyptika (Markenprodukte wie Floseal, Tachosil, Surgiflo...) können die Hämostase unterstützen, durchgreifende Nähte überflüssig machen und die Operation vereinfachen.
bei breit eröffnetem Hohlsystem erfolgt die Einlage einer DJ-Harnleiterschiene über z. B. eine Pyelotomie. Weiterhin sollte für eine druckfreie Harnableitung ein transurethraler Dauerkatheter für 5–7 Tage eingelegt werden.
die Drainierung der Nierenloge nach einer Nierenteilresektion ist sinnvoll.
Mobilisation am nächsten Tag. Intensive Atemtherapie. Entfernung der Wunddrainage bei geringer Förderung ab dem 2. pOP. Entfernung des Dauerkatheters in Abhängigkeit der Eröffnung des Nierenbeckenkelchsystems und Drainagesekretion nach 2--10 Tagen. Thromboseprophylaxe. Laborkontrollen (Hb, Kreatinin). Wundkontrollen. Tumornachsorge.
idealerweise über einen Periduralkatheter. Zusätzlich Schmerzmittel nach WHO-Stufenschema, z. B. Metamizol und Tramadol.
Entfernung der Magensonde nach der Operation. Schluckweise Tee und klare Brühe am ersten postoperation Tag, dann Kostaufbau.
In der Tab. 1.1 werden vergleichend die Komplikationen zwischen Tumornephrektomie und Nierenteilresektion aus randomisierten und retrospektiven Studien dargestellt.
| Komplikationen | Tumornephrektomie | Nierenteilresektion |
| Schwere Blutungen | 1,1 % | 3,4 % |
| Blutverlust <0,5 l | 96 % | 87 % |
| Urinom | 0 % | 4 % |
| Reintervention | 2,4 % | 4,4 % |
| Mortalität | 2 % | 1,6 % |
das Risiko eines Blutverlustes über 1 l beträgt bei der Nierenteilresektion 10 %. Bei postoperativen Blutungen wird zunächst die radiologische Embolisation der Blutung versucht. Nachblutungen können jedoch selten die operative Revision mit Nephrektomie erzwingen.
die meisten Urinfisteln verschließen sich durch eine adäquate Nierenlogendrainage und Einlage eines Ureterkatheters von alleine.
eine passagere Niereninsuffizienz entsteht durch die Ischämie einer Einzelniere, es besteht auch die Gefahr einer terminalen Niereninsuffizienz.
Die Gefahr einer Hyperfiltrations-Nephropathie besteht bei der Entfernung von über 50 % der Nephrone. Frühzeichen sind eine Proteinurie und ansteigende Kreatininwerte. In der Nierenbiopsie findet sich eine segmentale Glomerulosklerose. Die Therapie besteht in einer alimentären Proteinreduzierung und die Gabe von ACE-Hemmern.
| Tumornephrektomie | Inhalt | Lap. Nierenteilresektion |
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Dr. med. Dirk Manski
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