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Zusammenfassende Literatur Nierenverletzung: (Diederichs und Mutze, 2003) (Kawashima u.a., 2002) (Meria und Mazeman, 2000) (Vasile u.a., 2000).
Anamnese (Dezeleration, Flankenprellung...), Flankenprellmarken und Hämatom, Flankenschmerzen, Rippenfraktur, Hämaturie, Schock.
Abszess, Urinom, Harnstau, AV-Fistel, renale Hypertension, Nierenfunktionsverlust durch Hydronephrose oder Arterienstenose.
Urinsediment, Blutbild, Kreatinin. Eine fehlende Hämaturie schließt eine schwere Nierenverletzung nicht aus.
Nachweis von Hämatom, Harnstau oder Urinom. Mit Hilfe des Doppler-US kann eine fehlende Durchblutung bei partiellem Nierenstielabriss mit Gefäßdissektion diagnostiziert werden.
Mittel der Wahl bei hochgradigem Verdacht auf eine Nierenverletzung (Polytrauma, sonographische Auffälligkeiten, Makrohämaturie...). Bei der Durchführung ist auf eine Kontrastmittelfüllung der Harnblase zu achten. [Abb. 2.12]
Kontraindikation: instabiler Kreislauf.
indiziert bei fehlendem Nachweis einer morphologischen Nierenschädigung in der Sonographie, aber Anhalt für eine Nierenschädigung durch den Unfallhergang oder die Klinik (Flankenschmerzen, Hämaturie). Die Untersuchung wird immer mehr durch die CT verdrängt, insbesondere bei sonographischen Auff&äuml;lligkeiten oder bei Verdacht auf Begleitverletzungen.
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Gliederung nach der Am. Association for Surgery of Trauma 1995:
Nierenkontusion mit subkapsulärem Hämatom.
Nierenparenchymeinriss unter 1 cm, retroperitoneales Hämatom.
Nierenparenchymeinriss über 1 cm, kein Urinextravasat. Retroperitoneales Hämatom.
Parenchymeinriss bis tief in das Nierenbecken. Segmentaler Funktionsausfall. Urinextravasat.
Komplett zerrissene Niere. Hilusgefäßdissektion. Vollständiger Funktionsausfall.
Nierentrauma mit stabilisierbarem Kreislauf, unter Grad IV (kein Urinextravasat).
Bettruhe. Engmaschige Verlaufskontrollen von Vitalparametern, Blutbild, Sonographie und CT. Antibiotische Prophylaxe.
indiziert bei Urinombildung. Einlage eines MJ/DJ-Harnleiterschiene oder einer perkutanen Nephrostomie. Große (verzögert diagnostizierte) Urinome werden perkutan drainiert.
nicht stabilisierbare Kreislaufsituation bei Nierenblutung, devitalisiertes Nierengewebe über 25 %, großes Urinextravasat, perforierende Nierenverletzungen.
Bei der Laparotomie aufgrund anderer Ursachen ist die Indikation zur Nierenfreilegung großzügiger zu stellen, insbesondere bei fehlender präoperativer Diagnostik und Verdacht auf eine Nierenverletzung (retroperitoneales Hämatom).
transperitoneale Nierenfreilegung unter Cell-Saver- und Transfusionsbereitschaft mit schnellem Aufsuchung des Gefäßstiels. Unter einer temporären Ischämie Versuch der Blutstillung bei erhaltenswürdiger Niere. Nierendefektdeckung mit Vicrylnetz, Peritoneum oder Omentum majus. Falls notwendig Urinableitung per Nephrostomie.
Indikationen zur Nephrektomie: komplette Nierenzerschmetterung oder Gefäßstielabriss mit fehlender Rekonstruktionsmöglichkeit.
| Trauma Urologie | Inhalt | Nierenarterienstenose |
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Dr. med. Dirk Manski
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