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Einzelne oder multiple, uni- oder bilateral auftretende, runde, mit klarem Inhalt gefüllte Nierenzyste ohne Verbindung mit dem Nierenbeckenkelchsystem.
fibröse Zystenwand ausgekleidet mit einfachem flachen bis kubischen Epithel.
In der Regel ohne Beschwerden, ansonsten abdominelle Verdrängungssymptome oder Flankenschmerzen.
bei Ruptur in das Hohlsystem.
bei Kompression einer Segmentarterie.
bei Kompression des Hohlsystems.
Wichtigstes Ziel der Bildgebung von Nierenzysten ist die Klassifikation in einfache (benigne) oder komplexe (potentiell maligne) Nierenzysten.
Kriterien für die einfache Nierenzyste sind:
indiziert bei suspektem Sonographie-Befund wie Septierung, Zystencluster, Wandverstärkung oder Verkalkung, echogener Inhalt der Zyste.
Die Kriterien für eine einfachen Nierenzyste im CT sind ähnlich wie in der Sonographie (s. o.), die Dichte beträgt -10 bis 20 HU. Eine hyperdense einfache Zyste mit 20–90 HU ist ebenfalls möglich. Wichtig ist die fehlende Kontrastierung der Zystenwand und des Zysteninhaltes nach Kontrastmittelgabe. Verkalkungen sind nicht obligat suspekt [Abb. 2.10].
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bietet gegenüber der Kombination von US und CT kaum Vorteile.
Für die Diagnose ,,symptomatische Nierenzyste`` ist zu fordern, dass nach diagnostischer Punktion und Aspiration die Beschwerden zumindest eine Zeit lang verschwinden. Ein geringer Anteil der Patienten ist durch diese einmalige Punktion und Aspiration geheilt, gleichzeitig kann eine Zytologie und KreatininKreatininbestimmung durchgeführt werden. Eine einfache Nierenzyste hat keine malignen Zellen im Punktat und die Kreatininkonzentration ist serumidentisch. Bei Rezidiv der Zyste und Beschwerden erfolgt dann die definitive Therapie durch eine perkutane Zystensklerosierung oder eine laparoskopische Zystenabtragung.
unter Sonographie-Kontrolle wird eine dünne Nephrostomie in der Nierenzyste positioniert. Der Zysteninhalt wird abgelassen, das Volumen gemessen, die Kreatininkonzentration bestimmt und eine zytologische Untersuchung veranlasst. Die Kreatininkonzentration sollte nicht höher als die des Serumkreatinin liegen. Durch die Instillation von Kontrastmittel erfolgt die Bestätigung der Diagnose, das Kontrastmittel darf das Hohlsystem nicht kontrastieren.
Das am häufigsten verwendete Sklerosierungsmittel ist Ethanol (99 %), die Dosierung beträgt 20 % vom Zystenvolumen, maximal 100 ml und wird 90–120 min belassen. Je länger der Alkohol Kontakt mit der Zyste hat (mehrere Füllungen, Verweilzeit), desto niedriger ist die Rezidivrate. Alternativ wird Polidocanol verwendet. In ungefähr 10–30 % entsteht ein Rezidiv. Die Therapie kann wiederholt werden.
laparoskopische oder retroperitoneoskopische Nierenfreilegung. Identifikation des Harnleiters bei anatomischer Nähe zur Zyste. Das Zystendach wird nahe am Nierenparenchym abgetragen, die Basis der Zyste verbleibt. Aufgrund der guten Ergebnisse der perkutanen Zystensklerosierung ist die laparoskopische Zystenabtragung Therapie der zweiten Wahl.
Nierenzysten neigen in 25 % zu einem Wachstum innerhalb von drei Jahren.
| multilok. Zyste | Inhalt | Parapelv. Nierenzyste |
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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