Zusammenfassende Literatur: (Nigro und MacLennan, 2005) (Hays, 1993).
Insgesamt seltener maligner Tumor ausgehend von Bindegewebszellen der Prostata.
Das Rhabdomyosarkom hat einen Anteil von 15 % aller pädiatrischen soliden Tumoren. Davon kommen 20 % im Urogenitaltrakt vor, mit häufigster Lokalisation in der Prostata und Harnblase, seltener Uterus und Vagina. Altersgipfel im 2 LJ.
Das Leiomyosarkom ist sehr selten und hat seinen Altersgipfel im Erwachsenenalter.
Mutation des p53-Suppressorgens: Häufung von Kindern mit Sarkomen, deren Mütter ein hohes Brustkrebsrisiko haben und Nachfahren mit erhöhtem Krebsrisiko.
die Hälfte der Prostatasarkome entstehen bei vorbestehendem Prostatakarzinom, insbesondere nach Radiatio oder Hormontherapie.
am häufigsten ist das Rhabdomyosarkom bei Kindern und das Leiomyosarkom im mittleren Lebensalter.
Obstruktive Miktionsbeschwerden, Defäkationsbeschwerden, Unterbauchschmerzen und Unterbauchtumor.
Zystoskopie, evtl. TURB, TRUS und Biopsie, CT oder besser MRT von Abdomen und Becken, Rö-Thorax und Knochenszintigraphie.
nach der Diagnostik erfolgt die Eingruppierung des Patienten in z. B. das Studienprotokoll der Intergroup Rhabdomyosarkoma Study Group (IRSG), um die notwendige Therapie festzulegen. Das aktuelle Stratifizierungsprotokoll ist IRSG-V.
Patientengruppen mit niedrigem Risiko erhalten nach chirurgischer Tumorresektion eine adjuvante Chemotherapie (Vincristin und Actinomycin-D) und Strahlentherapie. Bei höherem Risiko wird die Chemotherapie um Cyclophosphamid, Topotecan und evtl. Irinotecan erweitert. Die Chemotherapie wird neoadjuvant zur Tumorgrößenreduktion verabreicht. Welche Subgruppe einen weniger aggressiven Ansatz benötigt, ist aufgrund der kleinen Fallzahlen schwer zu bestimmen. Patienten mit einem sehr guten Ansprechen auf die Chemotherapie können evtl. harnblasenerhaltend operiert werden.
Die Maximaltherapie besteht in einer vorderen Exenteration mit (neo)adjuvanter Chemotherapie (Vincristin, Actinomycin-D und Cyclophosphamid) und adjuvanter Strahlentherapie.
das Leiomyosarkom der Erwachsenen wird radikal operiert (Zystoprostatektomie), es folgt eine adjuvante Nachbestrahlung und/oder Chemotherapie.
folgende klinische Faktoren bestimmen die Prognose: lokale Ausdehnung des Tumors, Tumorgröße, Lymphknotenbeteiligung, Fernmetastasen und der histologische Subtypus. Die Prognose hängt weiterhin entscheidend von der kompletten chirurgischen Sanierung ab.
Langzeitüberleben ist in 50 % der Fälle möglich.
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Dr. med. Dirk Manski
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