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Dermale Infektion mit der Krätzmilbe Sarcoptes scabiei.
Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei var. hominis) aus der Unterklasse Acarida (Milben) von der Ordnung Arachnida (Spinnentiere) [Abb. 1.6].
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Abbildung 1.6: Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei var. hominis): Erreger der Skabies. Abbildung von der WHO, Genf, Schweiz. Public Health Image Library, Center for Disease Control and Prevention, USA, www.cdc.gov. |
die weibliche begattete Nymphe (0,3 mm groß) gräbt Gänge in der Epidermis und legt dort Eier. Aus den Eiern entwickeln sich Larven, aus denen Nymphen und dann geschlechtsreife Milben entstehen. Diese Entwicklungsformen leben auf der Haut. Das Männchen geht nach der Begattung zugrunde.
Infektion durch engen körperlichen Kontakt, infizierte Betten oder Wäsche.
zunächst klinisch inapparente Infektion, die Beschwerden entstehen erst nach Wochen durch die Sensibilisierung gegen Milbenantigene.
Juckreiz, vor allem durch Bettwärme. Erythropapulosquamöse Manifestation im Genitalbereich, aber auch in den Interdigitalfalten, an Handgelenken, Mamillen und Achseln [Abb. 1.7]. Längliche gangartige Papeln. Der dunkle Punkt am Ende des Ganges ist die grabende weibliche Milbe.
Nach Wochen generalisierter Juckreiz und sekundäre Hauterscheinungen durch Kratzen.
Besonders schwerer Verlauf bei Immunschwäche oder paraneoplastisch: Scabies norwegica oder Borkenkrätze.
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Abbildung 1.7: Skabies: erythropapulosquamöse Infektion der Haut durch die Krätzmilbe mit möglicher Manifestation im Genitalbereich. Abbildung von Reed and Carnrich Pharmaceuticals, Public Health Image Library, Center for Disease Control and Prevention, USA, www.cdc.gov. |
Tangentiale Hautbiopsie am Ende des Ganges: mikroskopischer Nachweis der Milbe oder der Eier.
dreitägige Ganzkörperbehandlung mit Hexachlorcyclohexan. Wichtig ist auch die Behandlung von Kontaktpersonen.
Isolierung der Wäsche für 5 Tage, da die Milben ohne Haut nur 2–3 Tage überleben.
mit fettenden Salben, evtl. mit Kortison. Die Ekzeme und der Juckreiz können über Wochen persistieren. Erst bei Nachweis von lebenden Milben ist eine erneute antiparasitorische Therapie notwendig.
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Dr. med. Dirk Manski
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