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Zusammenfassende Literatur: (Singer u.a., 2006).
Für die sonographische Beurteilung des Penis ist ein hochauflösender Linearschallkopf von 7,5–10 MHz notwendig. Die Tunica albuginea stellt sich als dünne echogene Struktur dar, welche die echogemischten Schwellkörper umgibt. Über der Tunica albuginea lassen sich die dorsalen Gefäße erkennen. Wenn durch das Corpus spongiosum geschallt wird, ist das Lumen der Harnröhre nicht zu erkennen. Die Urethra kann nach oder während der Injektion von Gleitgel in die Harnröhre von ventral untersucht werden. Dies gelingt am einfachsten, wenn eine Hilfsperson den Penis zu Seite streckt und gleichzeitig das Gleitgel injiziert, so dass der Untersucher beide Hände frei hat.
Die Messung der Penisdurchblutung nach pharmakologisch induzierter Erektion liefert wertvolle Hinweise für die erektile Funktion. In niedriger Dosierung wird Prostaglandin E1 (PGE1) (5–10 μg) von lateral in das Corpus cavernosum mit dünner Nadel (27G) injiziert. Die Qualität der Erektion wird beurteilt und eine Doppler-Sonographie der Arterien und Venen des Penis' durchgeführt. Für die Doppler-Untersuchung der Penisgefäße liegt der erigierte Penis nach SKAT-Stimulation auf dem Bauch des Patienten, der Schallkopf wird von ventral auf den Penis aufgesetzt. Mit Hilfe der Duplex-Doppler-Sonographie werden die Vasa penis dorsales oder profundae aufgesucht. Bei unzureichender Erektion erfolgt frühestens am nächsten Tag eine zweite Injektion mit doppelter Dosis (10–20 μg).
Der Normwert für die maximale systolische Strömungsgeschwindigkeit in den Penisarterien VPSV (peak systolic velocity PSV) beträgt mindestens 25 cm/s. Bei voller Erektion sollte der enddiastolische Blutfluss (enddiastolic velocity EDV) in den Arterien unter 5 cm/s betragen, Werte darüber sprechen für eine venöse Leckage aus dem Schwellkörper. Der Fluss in den Penisvenen sollte ebenfalls unter 5 cm/s betragen. Der RI (resistive index) beträgt bei maximaler Erektion nahe 1, da der enddiastolische Blutfluss sehr gering sein sollte. Ein RI unter 0,75 spricht für eine venöse Leckage.
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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