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Zusammenfassende Literatur Syphilis (Lues): (Golden u.a., 2003) (Parkes u.a., 2004) (Schneede u.a., 2003) (Zeltser und Kurban, 2004).
in Hautläsionen der Syphilis (Stadium I+II) gelingt mit Dunkelfeldtechnik oder durch Immunhistochemie der Spirochätennachweis. Im Nativpräparat können korkenzieherartige Bewegungen gesehen werden. Falsch-positive Ergebnisse sind durch nicht-pathologische Spirochäten möglich, die Sensitivität der Mikroskopie ist hoch.
der spezifische Krankheitsnachweis gelingt mit Treponema pallidum hemagglutination Test (TPHA) und Fluorescent treponemal antibody absorption test (FTA-Abs), die Krankheitsaktivität wird mit dem Venereal Disease Research Laboratory (VDRL)-Test oder Rapid plasma reagin (RPR)-Test gemessen:
Treponema pallidum Hämagglutinationstest. Spezifischer Syphilis-Nachweis: Hämagglutination durch an Erythrozyten gebundene Treponemen.
fluorescent treponemal antibody absorption test. Spezifischer Syphilis-Nachweis: am Objektträger fixierte Treponemen werden mit Probandenserum inkubiert, danach werden die Antikörper mit fluoreszierenden Antihumanglobulinserum detektiert.
lipidspezifischer Antikörper, Venereal Disease Research Laboratory. Unspezifischer Test für die Krankheitsaktivität der Syphilis. Ein vierfacher Titeranstieg zeigt eine Reinfektion oder eine ineffektive Therapie an.
Rapid plasma reagin, Screening Test für Syphilis. RPR detektiert Reagin, einen Antikörper im Serum bei Syphilis oder anderen Treponema-Erkrankungen.
eine genaue Partneranamnese und Untersuchung aller Sexualpartner ist notwendig.
nach dem seit 2001 gültigem Infektionsschutzgesetzes (IfSG) ist der Erregernachweis von Treponema pallidum nicht-namentlich meldepflichtig.
Die Behandlungsempfehlungen (CDC 2002) (RKI 2010) differenzieren zwischen einer Frühsyphilis (Primäre Syphilis, sekundäre Syphilis und frühe latente Syphilis) und einer Spätsyphilis (späte latente Syphilis und tertiäre Syphilis).
1. Wahl: Benzathine Penicillin G 2,4 Million IU i.m. einmalig. Alternative Therapie bei Allergie: Ceftriaxon 2 g i.m. oder i.v. über 14 d, Doxycyclin 100 mg p.o. 1–0–1 über 14 d oder Azithromycin 2 g p.o. einmalig.
1. Wahl: Benzathine Penicillin G 2,4 Million IU i.m. am Tag 1, 8 und 15 (drei Gaben in 2 Wochen). Neurosyphilis wird mit intravenösem Penizillin G 3–4 Mio IU alle 4 h über 14 Tage behandelt. Alternative Therapie bei Allergien: Ceftriaxon 2 g i.m. or i.v. über 14 d.
Die vertikale Transmission zwischen Mutter und Kind kann zuverlässig verhindert werden, wenn die rechtzeitige Diagnose eine Therapie vor der 16. Schwangerschaftswoche ermöglicht. Die Schwangere sollte mit Benzathine Penizillin G behandelt werden, siehe o.g. Empfehlungen für die Behandlung der Früh- oder Spätsyphilis. Säuglinge oder Kinder mit Lues connata werden mit Procain Penicillin behandelt: 50 000 IU/kg i.m. einmal täglich über 10 Tage.
Endotoxinschock durch plötzlichen Erregerzerfall nach antibiotischer Therapie. Symptome: Fieber, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen. Symptomatische Therapie je nach Schweregrad mit Glucocorticoiden.
Benutzung von Kondomen, Antibiotikaprophylaxe mit monatlichen Azithromycin-Gaben bei Risikogruppen, sexuelle Enthaltsamkeit.
| Lues (Syphilis) 1/2 | Inhalt | Lymphogranuloma venerum |
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English Version: Treatment of Syphilis
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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