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Zusammenfassende Literatur: (Trottmann u.a., 2010).
Der Normwert für Testosteron ist altersabhängig: 12–35 nmol/l (3,5–10 ng/ml). Die höchste Testosteronkonzentration im Serum wird morgens gemessen, abends sind die Konzentrationen um 40% geringer.
Testosteron ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon, zur Funktion siehe Physiologie der Sexualhormone: Testosteron, LH, RH, GnRH. Die Hypothalamus-Hypophyse-Gonaden Hormonachse steuert die Freisetzung von Testosteron [Abb. Steuerung des Testosteronspiegels].
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Nur 1–3% des Gesamttestosterons sind im Plasma ungebunden (freies Testosteron). 60% des Testosterons sind am sexualhormonbindenden Globulin (SHBG) gebunden, der Rest ist albumingebunden. Als bioverfügbares Testosteron wird das freie und das albumingebundene Testosteron genannt, da beide biologische Aktivität entfalten können.
Die Bestimmung der Testosteronkonzentration ist ein wichtiger diagnostischer Parameter bei andrologischen Krankheitsbildern. Bei Auffälligkeiten werden zur Beurteilung der gonadalen Funktion auch LH, FSH und das SHBG bestimmt. Weitere Indikationen für eine Testosteronbestimmung besteht bei der Kontrolle der Testosteronsubstitution, antiandrogenen Therapie durch LHRH-Analoga und zur Erfassung des Hormonstatus' im Rahmen eines Hodentumors.
Der Hypogonadismus ist eine endokrine Funktionsstörung der Hoden und führt zu einem Testosteronmangel. Der primäre Hypogonadismus entsteht durch eine Störung der Testosteronproduktion der Hoden, die Releasinghormone sind kompensatorisch erhöht (hypergonadotroper Hypogonadismus). Der sekundäre Hypogonadismus wird durch eine Störung der hypophysären Releasinghormone verursacht (hypogonadotroper Hypogonadismus). Der tertiäre Hypogonadismus entsteht durch eine Störung des Hypothalamus (Köhn, 2004). Ausführliche Darstellung siehe Abschnitt Testosteronmangel des Mannes.
Die häufigsten Ursachen des Hypergonadismus bei Männern gehen mit einem hypogonadotropen Hypergonadismus einher: exogene Testosteronzufuhr, erhöhtes SHBG, endokrin aktive Hodentumoren (Leydigzelltumor) oder Nebennierentumoren. Bei Störungen der Geschlechtsentwicklung (Intersexualität) sind verschiedene Formen der Androgenresistenz Ursache für einen hypergonadotropen Hypergonadismus: partielle und komplette Androgenresistenz (testikuläre Feminisierung).
| Prolaktin | Inhalt | SHBG |
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Dr. med. Dirk Manski
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