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Die häufigste Indikation zur operativen Therapie der benignen Prostatahyperplasie (BPH) sind moderate bis schwere Symptome, welche unzureichend mit Medikamenten gelindert werden können. Siehe auch Abschnitt medikamentöse Therapie der BPH. Weitere Indikationen sind rezidivierende Harnverhalte, rezidivierende Harnwegsinfekten, rezidivierende Makrohämaturie, Harnblasensteine, postrenale Niereninsuffizienz durch einen Harnverhalt und große Harnblasendivertikeln.
Die Technik der transvesikalen Adenomektomie der Prostata ist sinnvoll bei sehr großem Adenom (>75 ml) mit signifikantem Mittellappen, operationspflichtige Harnblasendivertikeln, Harnblasensteinen, Leistenhernie bei gleichzeitig geplanter Versorgung, komplexe Harnröhrenerkrankungen (z.B. nach Hypospadieoperation) und bei Kontraindikation für eine Steinschnittlagerung.
Prostatakarzinom, kleine (fibrosierte) Prostata, geringe Lebenserwartung, Gerinnungsstörungen, unbehandelte Harnwegsinfektion.
Ausschluss oder Therapie einer Harnwegsinfektion. Perioperative Antibiotikaprophylaxe. Vollnarkose, Spinal- oder Epiduralanästhesie. Rückenlagerung mit leichter Lumbarextension und leicht gespreizten Beinen. Desinfektion und steriles Abdecken. Einlage eines DK 22 CH, Füllung der Harnblase mit 300 ml.
Extraperitonealer Unterbauchschnitt in der Mittellinie (oder Pfannenstielschnitt). Durchtrennung der Linea alba, Mobilisation des Peritoneums nach kranial, Einsetzen eines Retraktors nach stumpfer Mobilisation der Harnblase und des Spatium retzii. Vertikale Zystotomie bis 1 cm an den Harnblasenhals heran, dort Sicherung der Zystotomie mit einer Durchstichligatur, welche weiteres Ausreißen verhindert.
Zirkuläre Inzision des Harnblasenhalses mit dem Elektroskalpell nach Identifikation der Ostien. Mit dem Finger erfolgt die Sondierung der prostatischen Harnröhre und die Sprengung der ventralen Kommissur bis auf die Prostatakapsel. Danach vorsichtige stumpfe Fingerpräparation des Adenoms nach rechts und links entlang der Prostatakapsel. Alternativ erfolgt die Darstellung des Adenoms zunächst bei 6 Uhr. Stumpfe zirkuläre Darstellung und digitale Mobilisation des Adenoms und Entfernung. Bei der apikalen Präparation sollte exzessiver Zug am Sphinkterapparat vermieden werden, wenn möglich sollte adhärentes Adenomgewebe zwischen zwei Fingern durchtrennt werden.
Durch die Retrigonisierung der Harnblasenmukosa entsteht eine suffiziente Blutstillung. Zunächst tief durchgreifende Durchstechungsligaturen bei 4 und 8 Uhr in der Prostataloge mit Fassen des Harnblasenhalses (Cave Harnleiter). Danach fortlaufende Übernähung der Harnblasenhalslippe zwischen 4 und 8 Uhr. Weitere Blutungen werden gezielt koaguliert oder umstochen.
Einlage eines 22 CH Spülkatheters in die Prostataloge. Zur Blutstillung wird der Harnblasenhals mit schnell resorbierbaren Fäden etwas eingeengt und der Dauerkatheter geblockt (50–100 ml, je nach Adenomgewicht).
Falls eine suffiziente Blutstillung nicht erreicht wird, wird der Harnblasenhals mit schnell resorbierbaren Nähten weiter eingeengt (z. B. Tabaksbeutelnaht) und durch den Prostatalogenverschluss eine Tamponierung der Blutung erreicht. Die Prostataloge kann nach 8 Tagen mit Hilfe des Katheterballons aufgesprengt werden oder die spontane Auflösung des Nahtmaterials muss abgewartet werden.
zweischichtiger Verschluss der Zystotomie, ggf. suprapubischer DK. Spülung der Wundhöhle, Einlage einer Robinsondrainage, schichtweiser Wundverschluss.
| Greenlight Laser Prostata | Inhalt | retropub. Adenomektomie |
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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