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Die unilaterale Nierenagenesie ist eine einseitig vollständig fehlende Nierenanlage bei normal angelegter Gegenseite.
Epidemiologie: 1:1100 bis 1:5000. Etwas häufiger auf der linken Seite. m:f = 2:1.
Ursächlich kommen ein einseitiges Fehlen der Ureterknospe oder eine verhinderte Ureterentwicklung in Frage. Je nach Zeitpunkt der Entwicklungsstörung sind begleitende Fehlbildungen der Genitalien vorhanden, da die Ureterknospe und die Geschlechtsorgane aus dem Wolff'schen Gang entstehen.
Der Ureter fehlt komplett bei 50 % der Patienten, im anderen Falle ist er rudimentär vorhanden. Auf der kontralateralen Seite bestehen gehäuft pathologische Befunde: z.B. vesikoureteraler Reflux (28 %) oder Harnleiterabgangsenge (7 %).
Beim Mann fehlen ipsilateral Vas deferens, Samenblasen und Ductus ejaculatorius. Bei der Frau ipsilateral Uterus unicornuatus oder rudimentäre Anlage der ipsilateralen Seite bei Uterus bicornuatus, unilateraler Hydro-/Hämatocolpus.
Herz (30 %), Darm (25 %), Bewegungsapparat (15 %).
Je nach Beschwerdebild und Fragestellung:
Patienten mit unilateraler Nierenagenesie haben ein erhöhtes Risiko für Proteinurie, art. Hypertonus und Niereninsuffizienz.
| Potter-Syndrom | Inhalt | zusätzliche Niere |
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Dr. med. Dirk Manski
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