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Die embryonale Harnblasenanlage hat über die Nabelschnur Verbindung zur Allantois. Normalerweise obliteriert die Allantois und hinterlässt einen Strang an der vorderen Bauchwand, den Urachus. Je nach Störung der Rückbildung entstehen unterschiedliche Fehlbildungen [Abb. Fehlbildungen des Urachus].
persistierender Harnverlust durch einen vollständig durchgängigen Urachus über die Urachusmündung am Nabel.
der blasennah offengebliebene Urachus führt zu einem Divertikel der Harnblase vom Harnblasendach ausgehend und zu rezidivierenden Harnwegsinfektionen oder Harnblasensteinen. Der nabelwärts offengebliebene Urachus führt zu einer Umbilikalfistel mit Sekretion, welche eine gute Chance der Spontanheilung hat (Lipskar u.a., 2010).
ein distal und proximal obliterierter Urachuskanal führt zu einer Urachuszyste in der unteren Bauchwand [Abb. superinfizierte Urachuszyste]. Selten entsteht eine Superinfektion oder tastbare Raumforderung. Urachuszysten können mit Hilfe einer perkutanen Drainage zur Ausheilung gebracht werden, alternativ erfolgt die chirurgische (laparoskopische) Entfernung (Lipskar u.a., 2010).
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CT einer superinfizierten Urachuszyste (*). Mit freundlicher Genehmigung, Prof. Dr. K. Bohndorf, Augsburg. |
| Harnleiterkarzinom | Inhalt | Harnblasensepten |
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English Version: Patent urachus
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Dr. med. Dirk Manski
manski@urologielehrbuch.de
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