Literatur Harnleiterverletzung: (Elliott und McAninch, 2003).
Ureterverletzungen sind selten und meist durch offene Verletzungen (Schuss- oder Stichverletzungen) ausgelöst. Seltener sind Dezelerationstraumata mit Harnleiterabriss.
Meist durch die Verletzung vorgegeben, zusätzlich sind Bauchschmerzen, Fieber, Harnstau, Makrohämaturie, Peritonismus oder eine urinöse Sekretion über die Wunde möglich.
Sonographie, Urogramm oder CT-Abdomen. Zystoskopie und retrograde Pyelographie.
Kleinere Harnleiterverletzungen können endoskopisch versorgt werden (DJ-Schienung oder perkutane Nephrostomie). Operative Versorgung von größeren Harnleiterverletzungen mit Harnleiternaht, Ureteroureterostomie oder Harnleiterreimplantation.
Zusammenfassende Literatur: (Preston, 2000).
Folgende urologische Operationen gefährden den Harnleiter: URS, Prostatektomie, transurethrale Resektionen, pelvine Lymphadenektomien....
Häufige Operationen anderer Fachgebiete mit Gefährdung des Harnleiters sind Hysterektomien, Rektumoperationen, Sigmaoperationen und Gefäßoperationen.
Durchtrennung, Eröffnung, Durchstechung, Ligatur, Quetschung, Hämatom, Lymphozele.
Flankenschmerzen, Harnstau, Urinom, urinöser Aszites, Anurie, vaginale Urinfistel.
Sonographie, Urogramm, CT, MCU, retrograde und/oder antegrade Pyelographie.
falls möglich erfolgt die antegrade oder retrograde Einlage einer DJ-Harnleiterschiene bei Ureterstenosen oder Urinombildung. Je nach Heilung kann auf die Harnleiterschiene im Verlauf verzichtet werden, bei persistierender Ureterstriktur erfolgt die operative Therapie [siehe Kapitel Ureterstriktur].
Indikation zur operativen Revision besteht bei fehlender Möglichkeit der Harnleiterschienung, urinösem Aszites, Ureter-Vaginafistel und bei persistierenden Harnleiterstrikturen nach Harnleiterschienung. Die operative Rekonstruktion erfolgt je nach Höhe und Ausmaß der Harnleiterverletzung [siehe Kapitel Ureterstriktur].
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Dr. med. Dirk Manski
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