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Zusammenfassende Literatur Harnröhrenverletzung: (Brandes und Borrelli, 2001) (Koraitim, 1999) (Machtens u.a., 2000).
Meist eine Abrissverletzung der membranösen Harnröhre von der Prostata im Rahmen von Beckenringfrakturen.
Durch die feste Verbindung zwischen membranöser Harnröhre und dem Beckenknochen können Beckenfrakturen und die dadurch resultierende Wucht zu einer Abscherung zwischen der mobilen Prostata und der fixierten Harnröhre führen. Durch die Verletzung entsteht ein pelvines Hämatom und Urinom, welches die Prostata weiter nach kranial verlagert.
Beckenfraktur, keine Urinausscheidung, blutige Sekretion aus dem Meatus, kraniale Verlagerung der Prostata bei rektaler Untersuchung.
Urethrogramm bei blutiger Sekretion aus dem Meatus [Abb. 2.4], CT-Becken und Abdomen bei Beckenringfraktur.
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unter Röntgen- und Sichtkontrolle erfolgt die Anlage eines 20 CH Spülkatheters mit antegraden und retrograden Techniken. Nach 2–3 Wochen kann der DK entfernt werden, es besteht die Chance einer primären Heilung ohne weitere Operation, die Impotenzraten von 20–40 % sind günstiger als bei der sofortigen oder verzögerten operativen Versorgung. Kurzstreckige Strikturen können endourologisch therapiert werden.
Suprapubischer Zugang, meist im Rahmen einer operativen Versorgung der Beckenringfraktur. Es wird eine End-zu-End-Anastomose der membranösen Harnröhre angelegt. Als Vorteil gilt die Chance auf eine schnelle definitive Heilung. Nachteilig sind das hohe Blutungsrisiko, Nervenverletzung mit Impotenz (56 %) und Inkontinenz (21 %) aufgrund der Präparation und fehlender Übersicht durch Blutungen.
zunächst erfolgt nur die Anlage eines suprapubischen Dauerkatheters. Bei geringer Harnblasendislokation kann eine geringe Harnröhrenstriktur erwartet werden, welche endoskopisch therapiert wird. Bei Ausbildung einer längeren Harnröhrenstriktur erfolgt die perineale Freilegung, Exzision und End-zu-End-Anastomose. Besonders bei instabilen Patienten wird eine verzögerte operative Versorgung angestrebt, um eine Manipulation unter Narkose zu vermeiden. Nachteilig ist das hohe Risiko einer offenen Rekonstruktion mit o.g. Nachteilen.
Belastungsinkontinenz (10 %), erektile Dysfunktion (20 %), Harnröhrenstrikturrezidiv (30–60 %), eine frühe Versorgung senkt das Strikturrisiko.
| Überzählige Harnröhre | Inhalt | Verletzung Harnröhre |
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Dr. med. Dirk Manski
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