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Molluscum contagiosum – Dellwarze: Ursachen und Therapie
Definition des Molluscum contagiosum
Molluscum contagiosum ist eine virale Epidermiserkrankung mit Ausbildung von perlenartigen zentral gedellten Papeln (Dellwarzen).
Epidemiologie
Gehäuftes Auftreten bei Kindern und Jugendlichen, Sportarten mit Haut-Haut-Kontakt, sexuell aktiven Menschen und Patienten mit Immundefekt.
Ätiologie des Molluscum contagiosum
Molluscum contagiosum virus (MCV):
DNA-Virus der Pockengruppe, quaderförmig. Inkubationszeit 2–7 Wochen. Übertragung von Mensch zu Mensch oder durch unbelebte Vektoren wie Handtücher.
Klinik des Molluscum contagiosum
- Isolierte oder gruppierte Papeln (1–5 mm), hautfarben, zentrale Delle.
- Befall von Gesicht, Stamm, Axillen und Genitalregion.
- Durch seitlichen Druck kann weißlich"=käsiges Molluscum"=Material exprimiert werden.
- Bei Immunschwäche ist ein großflächiger und atypischer Befall möglich.
Diagnostik
Die Diagnose wird in der Regel klinisch gestellt. Bei atypischem Befund oder Therapieresistenz ist eine Biopsie sinnvoll, histologisch finden sich virusinfizierte Keratinozyten mit DNA"=haltigen intrazytoplasmatischen Einschlusskörperchen. Je nach Anamnese und Risikoprofil sollte eine STI"=Abklärung angeboten werden.
Therapie des Molluscum contagiosum
Natürlicher Verlauf:
In der Regel selbstlimitierende Erkrankung, welche mehrere Monate bis zwei Jahre dauert. Dies rechtfertigt eine Beobachtung ohne aktive Therapie. Längere Krankheitsverläufe sind bei Immunschwäche (HIV) möglich.
Medikamentöse Therapie:
Cantharidin 0,7\,\% ist in den USA als ärztlich applizierte Therapie zugelassen, in Europa jedoch nicht als zugelassene Fertigarznei verfügbar. Podophyllotoxin ist eine Option bei genitalem Befall. Imiquimod wird nicht mehr empfohlen.
Chirurgische Therapie:
Kürettage, Kryotherapie oder Laserkoagulation sind bei einzelnen, symptomatischen oder kosmetisch belastenden Läsionen möglich, gefolgt von einer jodhaltigen Desinfektion gegen eine Autoinokulation. Nachteile sind Schmerzen, post"=inflammatorische Pigmentveränderungen und narbige Abheilung; bei Kindern sollte die Indikation zurückhaltend gestellt werden.
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Literatur Molluscum contagiosum
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Centers for Disease Control and Prevention: “Sexually Transmitted Infections (STI) Treatment Guidelines,” 2021. [Online]. Available: https://www.cdc.gov/std/treatment-guidelines/STI-Guidelines-2021.pdf
Smith und Skelton 2002 SMITH, K. J. ; SKELTON,
H.:
Molluscum contagiosum: recent advances in pathogenic mechanisms, and
new therapies.
In: Am J Clin Dermatol
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Ting und Dytoc 2004 TING, P. T. ; DYTOC, M. T.:
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In: Dermatol Ther
17 (2004), Nr. 1, S. 68–101
Tyring 2003 TYRING, S. K.:
Molluscum contagiosum: the importance of early diagnosis and
treatment.
In: Am J Obstet Gynecol
189 (2003), Nr. 3 Suppl, S. S12–6
English Version: Molluscum contagiosum: viral infection of the epidermis with pearly papules.
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