Dr. med. Dirk Manski

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Pharmakologie von Medikamenten in der Urologie

Dosis sola facit venenum –
Allein die Dosis macht das Gift
(Paracelsus, 1493–1541)

Medikamentöse Therapie der benignen Prostatahyperplasie

Die medikamentöse Therapie des benignen Prostatasyndroms ist indiziert bei signifikanten und störenden Beschwerden und fehlender Notwendigkeit einer operativen Therapie. Zur Anwendung kommen folgende Medikamente, die Substanzklassen können auch kombiniert verordnet werden:

Analgetika

Antiandrogene Therapie

Antibiotika

Anticholinergika

Chemotherapie von Tumoren

Medikamentenprofile

Schemata von urologischen Chemotherapien

Zielgerichtete medikamentöse Tumortherapie

Die zielgerichtete medikamentöse Tumortherapie (targeted therapy) verwendet Medikamente gegen spezifische Stoffwechselprozesse des Tumorgewebes, welche in gesunden Zellen eine möglichst geringe Bedeutung haben. Zur Anwendung kommen monoklonale Antikörper (Namensendung "mab") oder niedermolekulare Verbindungen (Namensendung "mib" oder "nib"). Die zielgerichtete medikamentöse Tumortherapie ist besser verträglich als eine konventionelle Chemotherapie und kann über Jahre verordnet werden.

Immuntherapie von urologischen Tumoren

Tumorzellen werden als veränderte Körperzellen vom Immunsystem erkannt und entfernt. Tumoren haben aber verschiedene Strategien entwickelt, um dem Immunsystem auszuweichen. Mit verschiedenen Mechanismen kann das körpereigene Immunsystem zum erneuten Angriff gegen Tumorzellen stimuliert werden.

Impfungen:

Beispiele für die spezifische Immunisierung in der Urologie sind die Impfung gegen HPV zur Prophylaxe des Cervix- und Peniskarzinoms oder die experimentelle Immunotherapie des Prostatakarzinoms mit Sipuleucel-T (Impfung mit aktivierten autologen dendritischen Zellen).

Immuncheckpoints:

Immuncheckpoints sind molekularbiologische "Bremsen" des Immunsystems. Tumoren können durch die Expression von Proteinen Einfluss auf die Immuncheckpoints nehmen und sich somit der Elimination entziehen. Für die Urologie bedeutende Immuncheckpoints sind der Programmed Cell Death-1 Rezeptor mit seinem Liganden PD-L1 oder der CTLA-4 Rezeptor (cytotoxic T lymphocyte antigen). Die Checkpoint-Inhibitoren (CPI) werden hauptsächlich in der Therapie des fortgeschrittenen Harnblasenkarzinoms und metastasierten Nierenzellkarzinoms eingesetzt.

Unspezifische Aktivierung:

Intravesikale Immuntherapie mit BCG (siehe unten). Die parenterale Gabe von z.B. Interferon-α und Interleukin-2 wurde für die Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinom mit moderatem Erfolg angewendet.

Supportivtherapie in der Uroonkologie

Jodhaltige Kontrastmittel

Lokalanästhetika

Phosphodiesterasehemmer

Säure- und Basenhaushalt

Weitere Medikamente



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