Dr. med. Dirk Manski

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Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

Indikationen zur Positronen-Emissions-Tomographie

Die PET ist ein vielversprechendes bildgebendes Verfahren bei onkologischen Erkrankungen, welches sich immer mehr in der Diagnostik und zur frühen Erfassung von Rezidiven etabliert. Gesicherte Indikationen sind das fortgeschrittene oder rezidivierende Prostatakarzinom und Resttumoren nach Chemotherapie des Hodenkarzinoms. Ermutigende Ergebnisse zeigten sich beim fortgeschrittenen Peniskarzinom, Phäochromozytom oder Harnblasenkarzinom (Hain, 2005).

Technik der Positronen-Emissions-Tomographie

Grundlagen der Positronen-Emissions-Tomographie:

nach Injektion eines radioaktiv markierten Tracers (Radiopharmakon), welcher Positronen emittiert, werden mit Hilfe eines Ringdetektors die Gamma-Photonen im Körper detektiert, die bei der Wechselwirkung zwischen Positronen und Elektronen im Körper entstehen. Das Radiopharmakon (z. B. 18F markierte Glukose) wird in die Stoffwechselprozesse des Körpers eingebaut und kann somit biochemische Vorgänge räumlich abbilden. Zur besseren Lokalisierung des Radiopharmakons kann die PET mit einem CT kombiniert werden.

Urologisch wichtige Tracer der PET:

der Tracer besteht aus einem positronenaussendenden Nuklid und aus einem Pharmakon, welches in Wechselwirkung mit dem menschlichen Stoffwechsel tritt.

FDG:

18F markierte Fluor-Deoxyglukose. FDG wird wie Glukose von den Zellen aufgenommen und nach der Phosphorylierung nicht weiter verstoffwechselt. Es reichert sich somit in glukoseverbrauchenden Zellen an.

11C-Cholin:

Cholin ist das Strukturelement des Neurotransmitters Acetylcholin (der Essigsäure-Ester des Cholins) und der Phosphatidylcholine oder Lecithine (Phosphorsäureester des Cholins). Cholin wird in Tumorzellen vermehrt aufgenommen und phosphoryliert.

68Ga-PSMA:

Die PET-Untersuchung mit 68Ga-PSMA ist bei der Diagnostik des Prostatakarzinoms vielversprechend und ist der Untersuchung mit Cholin und FDG überlegen. Das 68Ga-PSMA PET verwendet radioaktiv markierte Liganden für das prostataspezifische Membranantigen (PMSA). PSMA wird bei einem Großteil der Prostatakarzinome als Oberflächenantigen exprimiert, dies ermöglicht eine hochspezifische Bindung des radioaktiven Liganden an den Primärtumor und an Metastasen.

18FDOPA:

Als Tracer wird 18F markiertes L-DOPA (FDOPA) verwendet, dies wird von neuroendokrinen Tumoren bevorzugt aufgenommen und zeigt vielversprechende Ergebnisse bei der Umgebungsdiagnostik von u.a. Phäochromozytomen und Paragangliomen.







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Literatur Positronen-Emissions-Tomographie

Hain 2005 HAIN, S. F.:
Positron emission tomography in uro-oncology.
In: Cancer Imaging
5 (2005), Nr. 1, S. 1–7