Dr. med. Dirk Manski

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Steinschnittlage (SSL)

Die Steinschnittlage ist eine Lagerung des Patienten für Untersuchungen oder Operationen von Urologen, Gynäkologen oder Proktologen. Der Begriff Steinschnittlagerung nimmt Bezug auf die historischen Techniken der Harnblasensteintherapie, da früher perineale Zugangswege zur Therapie gebräuchlich waren (Sectio lateralis und sectio mediana).

Lagerung in Steinschnittposition

Steinschnittlagerung vor transurethraler Operation

Der Patient liegt auf dem Rücken, die Beine werden im Hüftgelenk um mindestens 90 Grad gebeugt und etwa 30 Grad abduziert. Die Kniegelenke sind 70 bis 90 Grad gebeugt, die Unterschenkel werden gepolstert auf Beinschalen gelagert.

Für Eingriffe an der membranösen Harnröhre oder der perineale Zugang für die Prostata verlangen eine extreme Steinschnittlagerung. Mit Beugung in der Lendenwirbelsäule, Anheben des Steiß (schräges Lagerungskissen) und stärkerer Beugung im Hüftgelenk kann mit der Lagerung das Perineum parallel zum Fußboden ausgerichtet werden. Die Beine werden in speziellen Halterungen aufgehängt. Entscheidend ist die Polsterung aller relevanten Druckpunkte.

Komplikationen der Steinschnittlagerung

Sehr selten: Kompartmentsyndrom des Unterschenkels, Nervenläsionen des N. femoralis oder des N. peronaeus. Risikofaktoren sind lange Lagerungszeiten und starke Beugung und Rotation im Hüftgelenk.

Kontraindikationen für eine Steinschnittlagerung

Kontrakturen oder Hüftgelenkserkrankungen mit fehlender Möglichkeit der Steinschnittlagerung, insbesondere wichtig sind die Beugung und Abduktion im Hüftgelenk.




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