Zusammenfassende Literatur Lymphogranuloma venereum: (Brown u.a., 1999) (Mabey und Peeling, 2002) (Roest und van der Meijden, 2001)
Sexuell übertragene Infektionskrankheit durch Chlamydia trachomatis Serotyp L1–L3 mit Genitalulzeration und abszedierender Lymphadenopathie.
Synonyme: Lymphogranuloma inguinale, Lymphopathia venerea, Nicolas-Durand-Favre-Krankheit.
Vorkommen vor allem in tropischen Ländern. In Europa und Nordamerika sehr selten.
gramnegative obligat intrazelluläre Erreger, Einteilung nach Serotypen, Serotypen L1, L2 und L3 verursachen das Lymphogranuloma venereum.
Extrazelluläre Form wird als Elementarkörperchen bezeichnet (Durchmesser 0,3 μm), bei entsprechender intrazellulärer Vermehrung Einschlusskörperchen.
von Papel oder Pustel ausgehendes singuläres Ulkus, 2–10 mm, oberflächlich bis tief. Das Ulkus heilt spontan, oft vor Beginn der Lymphadenopathie.
schmerzhafte, teils eitrige Lymphadenopathie (Bubo), welche sich teilweise erst nach Abheilung des Genitalulkus entwickelt. Im Verlauf entwickeln sich Allgemeinsymptome wie Fieber, Schüttelfrost und Gelenkschmerzen.
Mittel der Wahl zum Erregernachweis ist der DNA-Nachweis aus Lymphknotenaspirat oder Pustel. Direkte immunologische Methoden zum Chlamydiennachweis sind ebenfalls positiv (DFA = direct fluorescent antibody, EIA = enzyme immunoassay).
Beimpfung von speziellen Zellkulturen, z.B. mit Aspirat aus konfluierenden Lymphknoten.
die Untersuchung aller Sexualpartner ist notwendig.
Doxycyclin 100 mg 1–0–1 p.o., alternativ Tetracyclin 500 mg 1–1–1–1 p.o. oder Erythromycin 500 mg 1–1–1–1 p.o. Therapiedauer 21 Tage. Mitbehandlung der Sexualpartner.
| Lues (Syphilis) | Inhalt | Ulcus molle |
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Dr. med. Dirk Manski
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