Dr. med. Dirk Manski

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Tumormarker Alpha-Fetoprotein (AFP)

Alpha-Fetoprotein (AFP) ist ein Glykoprotein (MG 69 000 Dalton, 4 % Kohlehydrate) mit großer Ähnlichkeit zum Albumin. Es wird embryonal in Leber, Darm und Dottersack gebildet, nach der Geburt reprimiert und ist bei gesunden Erwachsenen nur in einer geringen Konzentration nachweisbar.

Normwert des Alpha-Fetoproteins:

<15 ng/ml bzw. <10 IU/ml (1 IU = 1,2 ng).

Messmethode:

ELISA.

Indikation:

Diagnostik und Verlaufskontrolle bei Keimzelltumoren oder primäres Leberzellkarzinom.

Differentialdiagnose erhöhtes AFP:

Hepatozelluläres Karzinom, Keimzelltumoren des Hodens (Nichtseminome), embryonale Tumoren des Ovars, extragonadale Keimzelltumoren, Schwangerschaft, transitorisch und geringgradig bei benignen Lebererkrankungen.

Reife Teratome, reine Seminome oder reine Chorionkarzinome sind AFP-negativ.

Kinetik des AFP:

Halbwertszeit 5 Tage, nach einer kompletten Tumorentfernung fällt postoperativ die Konzentration mit einer HWZ von 5 Tagen in den Normbereich ab. Ein unvollständiger Konzentrationsabfall spricht für einen Residualtumor, ein Wiederanstieg nach Normalisierung für ein Tumorrezidiv oder Metastasierung. Ein ansteigender AFP-Spiegel ist mit einer Heilung unvereinbar und kann Wochen bis Monate vor klinischer Entdeckung eine Progression anzeigen.







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  English Version: Alpha-Fetoprotein