Dr. med. Dirk Manski

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Tumormarker HCG: humanes Choriongonadotropin bei Hodentumoren

Das humane Choriongonadotropin (HCG) ist ein Glykoproteinhormon mit einer Molekülmasse von 40000 Dalton, das aus zwei miteinander verbunden Alpha- und Beta-Untereinheiten besteht. Während der Schwangerschaft wird HCG von der Plazenta zum Erhalt des Corpus luteum produziert. HCG wird bei Keimzelltumoren sowohl in Seminomen als auch in Nonseminomen gebildet.

Normwert des HCG:

Bei Männern und nichtschwangeren Frauen: <5 mIU/ml.

Messmethode:

ELISA.

Indikation:

Diagnostik und Verlaufskontrolle bei Keimzelltumoren. Diagnose einer Schwangerschaft.

Differentialdiagnose erhöhtes humanes Choriongonadotropin:

Keimzelltumoren des Hodens, des Ovars oder extragonadale Keimzelltumoren. Schwangerschaft. Selten wird HCG von Malignomen der Leber, Pankreas, Magen, Lunge, Mamma oder Nieren gebildet.

Kinetik bei Hodentumoren:

Nach einer kompletten Tumorentfernung wird postoperativ ein Konzentrationsabfall in den Normbereich mit einer Halbwertszeit von 24–36 Stunden erwartet. Ein langsamerer Konzentrationsabfall spricht für einen Residualtumor, ein Wiederanstieg nach Normalisierung für ein Tumorrezidiv oder Metastasierung. Ein ansteigendes HCG ist mit einer Heilung unvereinbar und kann Wochen bis Monate vor der klinischen Entdeckung eine Progression anzeigen.






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  English Version: Human chorionic gonadotropin