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Welche Struktur ist zu erkennen?
Ei von Schistosoma haematobium: Eigröße 100 μm, ovale Form mit einer Spitze an einem Ende, ungefähr 500fache Vergrößerung. Abbildung von der Public Health Image Library, Center for Disease Control and Prevention, USA, www.cdc.gov.
Welche gezielten Fragen sollten dem Patienten gestellt werden?
Wegweisend für die Diagnose ist sind die Fragen nach Auslandsaufenthalten (Afrika, mittlerer Osten, Süd-West Asien: Iran, Irak, arabische Halbinsel) und Baden in Süßwasser.
Welche weiterführenden Untersuchungen sind sinnvoll?
Labor: serologischer Infektionsnachweis mit Western blot.
Sonographie: Detektion von Harnstauungsnieren, Verdickung der Harnblasenwand (mit oder ohne Verkalkung), Messung der Harnblasenkapazität.
Urogramm: Harnblasenwandverkalkung, Hydronephrose, funktionslose Niere, Harnblasen- oder Ureterfüllungsdefekte, Restharnbildung.
Computertomographie: Alternative zum Urogramm.
Zystoskopie: das Spektrum der Harnblasenschleimhautveränderungen ist reichhaltig: entzündliche Hyperämie mit bullöser Schleimhaut, hyperämische (blutende) polypoide Tumoren, ulzeriende Läsionen. Sandy patches sind weißliche stecknadelkopf- bis erbsgroße Vorwölbungen, welche verkalkten nicht ausgeschiedenen Eiern entsprechen.
Von verdächtigen Läsionen wird eine Biopsie entnommen (oder TURB) und mikroskopisch auf Eier untersucht [Abb. 1.5].
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Abbildung 1.5: Chronische Schistosomiasis der Harnblase: im Resektat finden sich innerhalb von eosinophilen Infiltraten viele Eier eingelagert. Abbildungen von Dr. Edwin P. Ewing, Jr. Public Health Image Library, Center for Disease Control and Prevention, USA, www.cdc.gov. |
Für weitere Informationen siehe Kapitel Urogenitale Schistosomiasis.
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Dr. med. Dirk Manski
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