Dr. med. Dirk Manski

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Restharn: Ursachen und weitere Diagnostik

Definition von Restharn

Die Menge an Urin, die nach einer normalen Miktion in der Harnblase zurückbleibt, wird als Restharn bezeichnet.

Normalwerte

Normalerweise besteht kein Restharn, signifikant pathologische Werte bei Erwachsenen sind über 100 ml Restharn, bei Kindern ist ein Restharn über 10 % der Harnblasenkapazität pathologisch (Riedmiller u.a., 2001).

Differentialdiagnose Restharn

Erkrankungen der Prostata

Erkrankungen der Harnröhre und des Penis

Erkrankungen der Harnblase

Neurogene Ursachen

Medikamente

Restharnmessung

Sonographie der Harnblase

nach der Miktion wird die Länge, Breite und Tiefe [cm] der Harnblase im Sagittal- und Horizontalschnitt erfasst [Abb. 1.6]. Die Berechnung des Restharns gelingt näherungsweise nach Formel Restharn-Messung:

V (Restharn) = Länge × Breite × Höhe × 0,5


Sonographie Restharnmessung Harnblase
Abb. 1.3: Sonographie der Harnblase: Messung von Restharn nach der 3-Punkt-Messung.

Restharnmessung mit Katheter

Die transurethrale Katheterisierung der Harnblase nach Miktion ist eine invasive Methode, um den Restharn zu bestimmen und sollte Ausnahmesituationen vorbehalten sein (z. B. vor einem MCU).

Die Anlage eines suprapubischen Katheters ermöglicht häufige Bestimmung von Restharn, auch durch den Patienten, und ist bei längerfristigen Erkrankungen sinnvoll.

Weitere Diagnostik bei Restharnbildung

Je nach Beschwerdebild: Anamnese mit IPSS, rektale Untersuchung, Harnstrahlmessung, TRUS, Zystoskopie, Urethrogramm, Urodynamik.



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Literatur Restharn

Riedmiller u.a. 2001 RIEDMILLER, H. ; ANDROULAKAKIS, P. ; BEURTON, D. ; KOCVARA, R. ; GERHARZ, E.:
EAU guidelines on paediatric urology.
In: Eur Urol
40 (2001), Nr. 5, S. 589–99